Und es geht doch!

Es klingt fast wie ein Traum: Bewerbungen von Lehrlingen, die von selbst kommen. Dem Installationsunternehmen Bichler ist das gelungen. Das Erfolgsrezept: Dranbleiben, offen kommunizieren und zuhören.
Autor: Online Promotion, 09.11.2022 um 14:48 Uhr
Promotion

Die Ausgangslage bei Bichler war klar und ist für viele Unter- nehmen dieselbe: „Wie können wir neue Lehrlinge gewinnen?“, schildert Geschäftsführer Christoph Heindl. Eine Frage, die er sich bereits 2017 stellte. Er rief Christian Kaltenböck zurate, der als WIFI-Trainer die richtige Expertise mitbrachte. "Die Stoßrichtung ging am Anfang in Richtung Soft Skills." Später gesellten sich Themen wie Nachhilfe dazu. So weit, so üblich. Kaltenböck war aber nicht nur Trainer, sondern baute eine persönliche Beziehung zu den Lehrlingen auf. "Wenn man als Geschäftsführer nachfragt, ist immer alles okay. Ein externer Trainer lernt die Lehrlinge ganz anders kennen und kann mit ihnen anders sprechen.“ Es fehlte also ein Bindeglied zwischen Geschäftsführer und WIFI-Trainer, und diese(r) wurde gefunden.

Kulturwandel

"Der Gamechanger war, diese Rolle zu besetzen“, ergänzt Günter Znidersic, Produktmanager beim WIFI FIT. Besetzt wurde sie mit Marianne Stieglecker, welche die Rolle der Personalentwicklerin bei Bichler übernahm. "Die Lehrlinge haben Sorgen und Ängste, die sie aber nicht dem Geschäftsführer erzählen wollen. Mein Teil ist es, diese zu bündeln und quasi als Puffer zu agieren. Der weibliche Part war da nicht ganz unwichtig." Diese Konstellation führte zu einem nachhaltigen Kulturwandel. "Wir nehmen unsere Auszubildenden ernst, hören ihnen zu und das zeigt Wirkung." Der offene und ehrliche Umgang miteinander spricht sich herum. Es sind vor allem bestehende Lehrlinge, die für den potenziellen Fachkräftenachwuchs sorgen, ohne große PR-Kampagnen. Das bestätigt auch Kaltenböck: "Die Jugend ist vernetzt, und wenn die Ausbildung passt, kommen sie von selbst."

Bilderbuchkarrieren

Lehrlinge, die für Bichler von essenzieller Bedeutung sind, zwölf der 36 Mitarbeiter sind in Ausbildung. Die schulischen Erfolge tragen das ihrige dazu bei: "Zwei sitzen bereits im Meisterkurs. Das ist eine Bilderbuchkarriere", so Kaltenböck. Für Geschäftsführer Heindl besteht der Erfolgsmix aus Bildungsmaßnahmen, offener Kommunikation und zu einem gewissen Teil auch aus einer Art Übernahme des Elternteils, der zu diesen Erfolgen geführt hat. Ein Part, den Marianne Stieglecker in enger Abstimmung mit dem WIFI-Trainer übernimmt: "Ich habe selbst in einem Großbetrieb gelernt. Wir sind in keinster Weise unterstützt worden. Auch in den Wirren des Tagesgeschäfts ist es ein wichtiger Benefit, dass man die Lehrlinge begleitet und ihnen zuhört. Es ist all die Mühe wert." Dem pflichtet Heindl bei: "Wir sind in der glücklichen Situation, dass sie, wenn sie ausgelernt haben, dem Unternehmen treu bleiben. Es lohnt sich, dranzubleiben." Für Günter Znidersic ein perfektes Schlusswort, denn: "Es gibt viele Betriebe in einer ähnlichen Situation. Gewisse Probleme lassen sich nicht über Nacht lösen, sondern sie müssen ein System entwickeln." Das WIFI FIT hilft dabei.

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