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Solarpanele | Credit: stock.adobe.com/olympuscat
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Mehr Mut und Tempo gefordert

27.05.2024 um 14:09, Online Promotion
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Die Energiewende ist die treibende Kraft für die Wirtschaft. WK-Präsident Mandl hat klare Vorstellungen, wie hierbei vorzugehen ist.

Energiewende. Die Energiewende ist die treibende Kraft für die Wirtschaft. WK-Präsident Mandl fordert mehr Tempo beim Ausbau der Stromnetze und einen schrittweisen Ersatz fossiler durch erneuerbare Energieträger.

Jürgen Mandl beantwortet drei elementare Fragen zur erfolgreichen Realisierung der Energiewende in Kärnten:

Um den Wirtschaftsstandort Kärnten abzusichern, braucht es in Zukunft deutlich mehr erneuerbare Energie. Wie soll die Energiewende vorangetrieben werden?

Jürgen Mandl: Entscheidend ist eine sichere und kostengünstige Energieversorgung. Investitionen in erneuerbare Energien und die Modernisierung der Infrastruktur sind ebenso notwendig wie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen. Wichtig ist, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam Lösungen erarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und langfristiges Wachstum zu ermöglichen.

Jürgen Mandl WK-Präsident | Credit: alexanderzagorz
Jürgen Mandl, WK-Präsident

Der angestrebte ganzjährige Energiemix erfordert einen raschen Ausbau der Windkraft für die Wintermonate. Ihre Forderungen?

Jürgen Mandl: Wir fordern, dass der Ausbau der Windkraft in ähnlicher Geschwindigkeit wie bei der Photovoltaik vorangetrieben wird und die entsprechenden Verordnungen und Gesetze angepasst werden. Die Energiewende ist ein Investitionsturbo, der Kapital, Tempo durch Entbürokratisierung und Mut zu klaren politischen Entscheidungen braucht. Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist die Basis unseres Wohlstandes – und dafür ist eine sichere und preiswerte Energieversorgung die Grundvoraussetzung.

Wie lange würde es dauern, bis Kärnten die Energiewende geschafft hat?

Jürgen Mandl: Im Jahr 2022 verbrauchte Kärnten 10.000 Gigawattstunden (GWh) an fossiler Energie, während die Energieproduktion aus Wind und Photovoltaik bei 294 GWh lag. Das entspricht einer Steigerung von 100 GWh gegenüber dem Vorjahr. Bei diesem langsamen Anstieg des Anteils erneuerbarer Energieträger würde es noch rund 100 Jahre dauern, bis in Kärnten eine vollständige Energiewende erreicht ist. Wir haben aber nur bis 2040 Zeit, also empfehle ich allen Verantwortlichen, die Ärmel aufzukrempeln und einen Zahn zuzulegen.

Mitarbeiter WKO | Credit: Helge Bauer
WK-Direktor Meinrad Höfferer, WK-Präsident Jürgen Mandl und Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik, fordern Maßnahmen, um den Wirtschaftsstandort abzusichern.

Das fordert die WK

  1. PV-Verordnung: Mut zu größeren Flächen für Einzelprojekte (über vier Hektar).
  2. Windkraft: Rasche Überarbeitung für mehr Strom und beschleunigte UVP-Verfahren.
  3. Netz-Infrastruktur: Ausbau des 110-kV-Netzes und Lückenschluss der 380-kV-Leitung.
  4. Gas-Infrastruktur: Lückenschluss der West-Austria-Gasleitung und Anschluss an LNG-Infrastruktur in Venedig und Krk.
  5. Nutzung des Gasnetzes für Wasserstoff: Prüfung für zukünftige Nutzung für Wasserstoff, besonders für Industrie und Gewerbe.

Kontakt

Weitere Infos unter: www.wko.at

Logo Wirtschaftskammer Kärnten | Credit: Wirtschaftskammer Kärnten

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