Embachers Mentor: So formte er den Olympiasieger
Inhalt
- Früh zeigte sich sein Potenzial
- Der Durchbruch auf höchstem Niveau
- Olympia 2026: Der große Moment
- Mentor, Material und Mentalität
- Privat: Bodenständig und fokussiert
Stephan Embacher zählt zu den spannendsten Namen im österreichischen Skispringen. Jung, technisch stark und nervenstark, wenn es darauf ankommt. Spätestens seit den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand–Cortina ist klar: Dieser Tiroler ist mehr als nur ein großes Talent.
Gemeinsam mit Jan Hörl holte Embacher im Super-Team-Bewerb Gold. In Predazzo setzten sich die beiden ÖSV-Adler mit einem Start-Ziel-Sieg souverän gegen Polen und Norwegen durch. Für Österreich war es die 15. Medaille dieser Spiele und die erste Skisprung-Goldene seit 2018.
Früh zeigte sich sein Potenzial
Embacher stammt aus Tirol und springt für den Kitzbüheler Ski Club. Schon im Nachwuchs ließ er aufhorchen. Ein Schlüsselmoment war das European Youth Olympic Festival (EYOF) 2023 in Planica, wo er Gold im Einzel holte. Wer bei solchen Großereignissen schon früh abliefert, beweist nicht nur Technik, sondern vor allem mentale Reife.
Über Continental Cup und starke nationale Leistungen führte sein Weg rasch in den Weltcup. Sein Debüt rund um die Vierschanzentournee 2024 war ein Achtungserfolg: sofort Punkte. Keine Selbstverständlichkeit in einer Disziplin, in der Wind, Material und Nerven brutal entscheiden.
Der Durchbruch auf höchstem Niveau
In der Saison 2025/26 ging es dann Schlag auf Schlag. Embacher sprang konstant in die Weltspitze, holte in Falun seinen ersten Weltcup-Einzelpodestplatz (2. Rang) und stellte in der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen mit 145,5 Metern einen Schanzenrekord auf.
Ein weiteres Ausrufezeichen setzte er beim Super-Team-Weltcup in Zakopane. Gemeinsam mit Jan Hörl holte er dort seinen ersten Weltcupsieg. Dieses Format verlangt maximale Konstanz, jeder Fehler trifft das Duo doppelt. Embacher blieb cool.
Auch beim Skifliegen in Oberstdorf zeigte er Nerven aus Stahl. Mit 233,5 Metern flog er bei der Skiflug-WM eine der markantesten Weiten des österreichischen Teams und trug maßgeblich zu Team-Silber bei.
Olympia 2026: Der große Moment
Der bisherige Karrierehöhepunkt folgte im Februar 2026. Im Super-Team bei Olympia lieferten Embacher und Hörl vier starke Durchgänge ab. Kein Wackler, keine Schwächephase, ein klarer Sieg. Gold bei Olympia mit Anfang 20 – das gelingt nur wenigen. Und es zeigt: Embacher ist nicht nur ein „Tagesflieger“, sondern ein Athlet, der in Serien und bei Großereignissen bestehen kann.
Mentor, Material und Mentalität
Im Skispringen entscheiden Nuancen. Material-Feintuning, Fluggefühl, Rhythmus, jedes Detail zählt. Embacher setzt auf Fischer-Ski und arbeitet mit einem starken ÖSV-Team im Hintergrund. Auch Ex-Superstar Gregor Schlierenzauer soll als Mentor eine Rolle gespielt haben. Gerade erfahrene Ex-Weltstars erkennen schnell, wer das Zeug für ganz oben hat – und wer nur Talent besitzt.
Privat: Bodenständig und fokussiert
Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Embacher hält sich abseits der Schanze bewusst zurück. Eine öffentlich bestätigte Partnerin gibt es nicht, Interviews drehen sich meist um Sport, Team und Training. Zum Thema Vermögen gibt es keine belastbaren Zahlen. Einnahmen im Skispringen setzen sich aus Preisgeldern, Sponsorenverträgen und Förderstrukturen zusammen. Fixe Summen kursieren zwar online, seriös belegbar sind sie jedoch nicht.