Freestyle-Skiing Big Air: Medaillentraum geplatzt
- Lara Wolf verpasst Olympia-Medaille im Big Air
- Big Air: Wettbewerb wegen Wetter verspätet
- Verpasster Grab beendet Medaillentraum
- Wolf zeigt sich enttäuscht
- Favoritin Gremaud verletzt
Lara Wolf hat im olympischen Big-Air-Bewerb der Freeskierinnen kurz von einer Medaille träumen dürfen. Die Tirolerin liegt am Montag im Livigno Snow Park nach dem ersten Durchgang in Führung, kann bei den folgenden zwei Sprüngen aber keinen zweiten Topsprung mehr zeigen. Die 25-Jährige wird am Ende Fünfte. Gold geht an die Kanadierin Megan Oldham, Silber an die Peking-Olympiasiegerin Eileen Gu für China, Bronze holt Italiens Flora Tabanelli.
Lara Wolf verpasst Olympia-Medaille im Big Air
Für Wolf und ihre Konkurrentinnen heißt es zunächst warten. Der Bewerb, ursprünglich für 19.30 Uhr angesetzt, muss wegen Schneefall und starkem Wind verschoben werden. Erst 75 Minuten später kann gestartet werden. Die als Achte der Qualifikation ins Finale gegangene Wolf liegt nach dem ersten Durchgang sensationell in Führung – mit einer Wertung von 93,50 Punkten. Selbst Freeski-Superstar Eileen Gu und die spätere Siegerin Megan Oldham bleiben zunächst hinter der Tirolerin.
Big Air: Wettbewerb wegen Wetter verspätet
Nach der wetterbedingten Verzögerung präsentiert sich der Livigno Snow Park in schwierigen Bedingungen. Windböen und wechselnde Sichtverhältnisse machen präzise Landungen zur Herausforderung. Wolf meistert den ersten Sprung souverän, kann in den folgenden Durchgängen aber nicht mehr an ihre Top-Leistung anschließen.
Verpasster Grab beendet Medaillentraum
Bei Versuch Nummer zwei misslingt die Landung. Im dritten Durchgang wagt Wolf erneut einen anspruchsvollen Trick, verpasst jedoch den entscheidenden Grab – der Medaillentraum ist damit geplatzt. Mit einem Gesamtscore von 169,75 Punkten belegt sie Platz fünf. Die Kanadierin Oldham siegt mit 180,75 Punkten und krönt sich zur Olympiasiegerin.
Wolf zeigt sich enttäuscht
„Ich bin sehr enttäuscht. Es hätte Großes werden können, es war mein Tag. Die Tricks waren da“, sagt Wolf nach dem Finale. Den ersten Trick habe sie vor vier Jahren noch nicht geschafft. Am Ende fehlen nur wenige Zentimeter – „vielleicht sogar auf Gold“. „Es war alles gut, außer der Grab. Es ist nicht einmal ein Zentimeter, der da fehlt“, meint sie. „Es war mir in der Luft schon klar, deshalb habe ich nicht gejubelt“, erklärt die Tirolerin zur Jurywertung von 76,25 Punkten.
Favoritin Gremaud verletzt
Nicht am Start steht Slopestyle-Olympiasiegerin Mathilde Gremaud. Die Schweizerin verletzt sich im Training an der Hüfte und kann das Finale nicht bestreiten. Auch ihre Landsfrau Anouk Andraska stürzt im Abschlusstraining und verpasst den Finaleinzug. Damit bleibt der Bewerb hinter den Erwartungen der Schweizerinnen zurück, während Lara Wolf trotz Platz fünf die beste österreichische Platzierung im Freeski Big Air erzielt.