Nordische Kombination Olympia: Lamparter jagt Gold
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Johannes Lamparter bringt sich bei den Olympischen Winterspielen in Mailand–Cortina erneut in Stellung für Edelmetall. Der Tiroler zeigte auf der Großschanze einen starken Sprung auf 136 Meter und liegt nach dem ersten Teilbewerb auf Rang zwei. Auf Spitzenreiter Ryota Yamamoto aus Japan fehlen ihm lediglich acht Sekunden, eine mehr als machbare Hypothek für den 10-Kilometer-Langlauf am Nachmittag (13:45 Uhr).
Yamamoto spielte seine bekannte Stärke im Springen voll aus, doch Lamparter präsentierte sich technisch sauber, stabil in der Flugphase und mit einem selbstbewussten Absprung. Hinter dem Österreicher lauert mit Andreas Skoglund (+16 Sekunden) ein laufstarker Norweger, direkt dahinter folgt Thomas Rettenegger (+18). Normalschanzen-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro liegt ebenfalls in Schlagdistanz (+22).
„Wir werden fighten“
Lamparter zeigte sich nach seinem Sprung hochzufrieden, aber auch fokussiert. „Mit dem Sprung bin ich sehr zufrieden. Genau das, was ich im Training gezeigt habe, konnte ich jetzt auch im Wettkampf rüberbringen“, erklärte der 24-Jährige. Die Ausgangslage sei gut, doch er wisse genau, wer hinter ihm lauert: „Natürlich weiß ich, dass Jens nicht weit weg ist – und er ist einer der Besten.“
Der Tiroler wirkt gereift, reflektiert und mental stabil. Besonders auffällig: seine Lockerheit. „Ich hoffe einfach, dass ich ein bisschen aus dem Geschehen in Peking gelernt habe, weitergearbeitet habe – auch menschlich. Dann stehe ich heute da, bin um die Spur lockerer und dann funktioniert es auch besser.“ Seine Ansage ist klar: „Wir werden fighten um die Medaillen – träumen darf man immer von mehr.“
Rettenegger in Schlagdistanz
Auch Thomas Rettenegger verschaffte sich mit Rang vier eine vielversprechende Position. 18 Sekunden Rückstand sind im Kombinations-Langlauf keineswegs eine Welt, besonders nicht für einen Athleten mit starker Laufleistung. Sollte sich vorne eine Gruppe formieren, könnte er vom Rennverlauf profitieren.
Weniger optimal verlief das Springen für Stefan Rettenegger. Als Elfter liegt er 1:08 Minuten zurück und wird im Langlauf eine Aufholjagd starten müssen.