Super-Team-Skispringen: Gold für Österreich nach Abbruch
- Österreich gewinnt im Skispringen
- Embacher und Hörl: Jubel über Gold
- Skispringen: Abbruch im Schneesturm
- ÖSV-Trainer lobt Teamgeist
- Embacher feiert historisches Gold
Das österreichische Skisprung-Duo Jan Hörl und Stephan Embacher hat am Montagabend bei den Olympischen Winterspielen Mailand–Cortina 2026 Gold im Super-Team-Bewerb geholt. Die beiden Athleten setzen sich in Predazzo mit einem klaren Start-Ziel-Sieg vor Polen und Norwegen durch. Für Österreich ist es die 15. Medaille dieser Spiele und die erste für die Skispringer seit 2018.
Österreich gewinnt im Skispringen
Hörl bringt das Team mit einem Sprung auf 137,5 Meter in Führung, Embacher verteidigt diese mit 132 Metern souverän. Bei zunehmend wechselnden Windverhältnissen legt Hörl im zweiten Durchgang 128 Meter nach, ehe Embacher mit 139 Metern und der Tageshöchstweite den Erfolg absichert. Kurz vor dem geplanten dritten Durchgang setzt starker Schneefall ein. Die Jury bricht den Bewerb ab und wertet das Ergebnis nach zwei Runden – mit Österreich klar in Führung.
Embacher und Hörl: Jubel über Gold
„Wir sind heute mit einem guten Gefühl aufgestanden und haben gesagt, wir greifen an. Dass es so aufgeht, ist brutal geil“, erklärt Jan Hörl im ORF-Interview. Der 27-jährige Salzburger feiert damit seine zweite olympische Goldmedaille nach dem Mannschaftssieg von Peking 2022. Sein Tiroler Teamkollege Stephan Embacher zeigt sich überwältigt: „Richtig, richtig geil. Unglaublicher Tag. Natürlich träumst du als kleines Kind davon, Olympiasieger zu sein. Dass das heute passiert, macht es umso schöner.“
Skispringen: Abbruch im Schneesturm
Die Schlussphase ist turbulent: Bei dichtem Schneetreiben sitzt Embacher am Startturm, in eine Decke gehüllt. „Ich habe mich hingelegt, die Augen zugemacht. Es war nicht so schlimm, aber die Füße sind mir schon abgestorben“, schildert er später lachend. Nach längerer Unterbrechung entscheiden die Kampfrichter, den Durchgang nicht fortzusetzen.
ÖSV-Trainer lobt Teamgeist
ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl zeigt sich erleichtert: „Hut ab vor den Jungs, sie haben eine extrem gute Leistung gebracht. Die letzten eineinhalb Wochen waren nicht leicht, umso schöner, dass es so ausgeht.“ Der Teambewerb mobilisiert laut Widhölzl noch einmal zusätzliche Kräfte und unterstreicht die Stabilität des Duos.
Embacher feiert historisches Gold
Für den 20-jährigen Stephan Embacher ist das Gold ein Meilenstein: Er ist der zweitjüngste österreichische Skisprung-Olympiasieger nach Thomas Morgenstern. Mit dem Erfolg im Super-Team bestätigen Hörl und Embacher zudem ihren Sieg beim einzigen Weltcup-Bewerb dieser Art in Zakopane. Österreich stärkt damit seine Position als Top-Nation im Skispringen.