Direkt zum Inhalt
Futuristische Bühne des Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit leuchtenden Lichtkreisen, LED-Effekten und großem Publikum in einer modernen Arena.
Eurovision Song Contest Live Tour 2026 ist abgesagt.
Eurovision Song Contest Live Tour 2026 ist abgesagt.
ORF/Wieder Design Studios

Paukenschlag: Eurovision Song Contest – Super-Show abgesagt!

15.02.2026 um 15:10, Stefanie Hermann
min read
Die EBU verschiebt die geplante Eurovision Song Contest Live Tour 2026 auf unbestimmte Zeit. Alle Tickets werden rückerstattet. Der ESC in Wien bleibt fix.

Die für den Sommer 2026 geplante „Eurovision Song Contest Live Tour“ findet nicht statt. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) verschiebt das Projekt auf unbestimmte Zeit. Offiziell heißt es, man sei auf „unvorhergesehene Herausforderungen“ gestoßen, die trotz aller Bemühungen nicht gelöst werden konnten. Damit fällt eine der zentralen Jubiläumsveranstaltungen zum 70-jährigen Bestehen des ESC aus.

In der ursprünglichen Ankündigung im Jänner 2026 hatte die EBU das Projekt als „unvergessliches Konzerterlebnis“ beschrieben, das die Geschichte des Wettbewerbs und seine internationale Fangemeinde feiern sollte.

Eurovision Song Contest Live Tour 2026

Die „Eurovision Song Contest Live Tour 2026“ war als aufwendig produziertes Showformat konzipiert. Geplant war eine Mischung aus Konzert, Bühnenspektakel und Rückblick auf sieben Jahrzehnte ESC-Geschichte. Auf der Bühne sollten bekannte Siegerinnen und Sieger wie Johnny Logan, Katrina, Lordi und Helena Paparizou auftreten, begleitet von den zehn bestplatzierten Acts des Wiener Song Contests 2026.

Jede Station der Tour sollte ein individuell abgestimmtes Programm mit Live-Band, LED-Inszenierung und gemeinsamer Finalnummer aller Künstlerinnen und Künstler erhalten. Neben der Musik war eine interaktive Fan-Zone vorgesehen, in der Besucherinnen und Besucher historische Beiträge und Kostüme aus 70 Jahren Eurovision erleben können.

Ticketpreise der ESC-Tour

Die Ticketpreise für die geplante Tour waren im oberen Segment angesiedelt. In Zürich kostet ein Stehplatz rund 99,90 Franken, Sitzplätze in anderen Städten sind teils deutlich teurer. Auch in Deutschland und Italien bewegen sich die Eintrittspreise auf dem Niveau großer Popkonzerte.

In Fanforen und sozialen Netzwerken zeigen sich viele Anhänger überrascht über die Kosten und die fehlenden Detailinformationen zu den auftretenden Künstlerinnen und Künstlern. Offizielle Verkaufszahlen nennt die EBU nicht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Nachfrage deutlich unter den Erwartungen geblieben ist und möglicherweise zur Entscheidung beigetragen hat, die Tour vorerst zu verschieben.

ESC-Tour abgesagt: Spekulation um Gründe

Offiziell nennt die EBU keine Details zu den „unvorhergesehenen Herausforderungen“. Die Preise könnten aber durchaus den Ausschlag gegeben haben. Andere Beobachter verweisen auf mögliche logistische oder sicherheitstechnische Probleme, die in der kurzen Planungszeit nicht lösbar gewesen sein könnten.

Von politischer Seite wird auf die angespannte Lage rund um den aktuellen Wettbewerb hingewiesen. Mehrere Länder, darunter Spanien, hatten ihre Teilnahme am 70. Eurovision Song Contest in Wien zuvor aus Protest gegen die EBU-Entscheidung zur Teilnahme Israels abgesagt. Ob dies im Zusammenhang mit der Tour-Absage steht, ist nicht bekannt.

Keine Auswirkungen auf den Wettbewerb in Wien

Der eigentliche Song Contest im Mai 2026 ist von der Verschiebung nicht betroffen. Die Proben, Halbfinals und das Finale finden wie geplant vom 12. bis 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle statt. Die Vorbereitungen hierzu laufen planmäßig, wie ORF und EBU bestätigen.

more