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David Alaba jubelt nach dem Sieg gegen Jordanien.
Nach dem 3:1 gegen Jordanien sprechen Rangnick, Alaba und Arnautovic über Nervosität, Erleichterung und Argentinien.
Nach dem 3:1 gegen Jordanien sprechen Rangnick, Alaba und Arnautovic über Nervosität, Erleichterung und Argentinien.
APA-Images / REUTERS / DARREN YAMASHITA

„Wir haben nervös gewirkt“: Alaba gibt sich selbstkritisch

17.06.2026 um 09:33, Yunus Emre Kurt
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Österreich feiert den ersten WM-Sieg seit 36 Jahren. Nach dem 3:1 gegen Jordanien sprechen die Stars über Nervosität und Argentinien.

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Nach 36 Jahren des Wartens durfte Österreich bei einer Fußball-Weltmeisterschaft endlich wieder einen Sieg bejubeln. Das Team von Ralf Rangnick setzte sich in Santa Clara mit 3:1 gegen Jordanien durch und verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg. 

Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung bei Spielern und Betreuern deutlich spürbar. Der historische Erfolg sorgte für Freude, gleichzeitig richteten viele ÖFB-Stars den Blick bereits auf die nächste große Herausforderung gegen Weltmeister Argentinien.

Rangnick: „Ein extrem hartes Stück Arbeit“

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, machte aber deutlich, wie schwierig die Aufgabe tatsächlich war. „Jordanien hat es uns richtig schwer gemacht. Wir haben gebraucht, bis wir ins Spiel reingekommen sind. So richtig gut wurde es erst Mitte der zweiten Halbzeit“, erklärte Rangnick. 

Besonders die Nervosität seiner Mannschaft sei spürbar gewesen. „Man merkt, dass es eine andere Anspannung ist bei der WM, eine andere Energie. Für uns stand noch mehr auf dem Spiel als für Jordanien.“ 

Lob gab es vor allem für die Einwechselspieler, die dem Spiel neue Impulse gaben. „Die Wechsel haben uns heute schon auch gut geholfen. Wir haben danach mehr spielerische Qualität gehabt.“

Alaba: „Wir haben nervös gewirkt“

Auch Kapitän David Alaba sprach von einer schwierigen Aufgabe. „Wir wussten, dass es keine einfache Aufgabe wird. Wir wollten das erste Spiel in diesem Turnier für uns entscheiden. Das ist uns gelungen“, sagte der ehemalige Real-Madrid-Star. 

Trotz des Erfolges zeigte sich Alaba selbstkritisch. „Wir haben ein bisschen nervös gewirkt in manchen Phasen des Spiels. Wir hatten unsere Höhen, wir hatten aber auch Phasen, wo wir es sicher besser machen können.“ 

Besonders hob er die Leistung von Marko Arnautovic hervor. „Wir wissen, was für ein Spieler er ist und wie wichtig er für uns ist. Auch heute hat er gezeigt, dass er den Unterschied machen kann.“

Arnautovic denkt nur an die Mannschaft

Der Rekord-Teamspieler sorgte mit seinem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand. Persönliche Rekorde spielten für den 37-Jährigen danach aber keine Rolle. „Ich bin extrem froh und extrem glücklich, dass wir gewonnen haben. Natürlich bin ich auch glücklich über mein Tor, aber für mich ist das Wichtigste die Mannschaft.“ 

Dass er nun als ältester österreichischer WM-Spieler in die Geschichtsbücher eingeht, interessierte ihn wenig. „Mir ist jetzt schon egal, welche Rekorde ich habe. Ich will einfach alles geben bei meinem letzten Turnier für die Mannschaft.“

Schmid schreibt österreichische Fußballgeschichte

Für Romano Schmid wurde der Abend ebenfalls zu einem besonderen Erlebnis. Mit seinem Traumtor zum 1:0 schrieb der Werder-Bremen-Profi ein Stück österreichische Fußballgeschichte. Neben Marko Arnautovic und Ivica Vastic ist er nun einer von nur drei Österreichern, die sowohl bei einer EM als auch bei einer WM getroffen haben. 

„Da bin ich schon stolz drauf“, sagte Schmid. Der Offensivspieler sieht dennoch Verbesserungspotenzial. „Mit dem Ball ist noch Luft nach oben, da haben wir viele Fehler gemacht. Dass wir kicken können, haben wir im Finish aber gezeigt.“

Laimer lobt die Mentalität

Auch Konrad Laimer zeigte sich nach dem Auftaktsieg zufrieden. „Das zeigt die Mentalität, die in der Mannschaft steckt, dass wir nie aufgeben und immer weitermachen“, sagte der Salzburg geborene Mittelfeldspieler. Der Bayern-Star überzeugte einmal mehr auf mehreren Positionen und stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. 

„Es macht sehr viel Spaß und wir machen weiter.“

Jetzt wartet Weltmeister Argentinien

Trotz der Freude über den historischen Sieg weiß die Mannschaft, dass die nächste Aufgabe deutlich schwieriger wird. Argentinien gewann sein Auftaktspiel souverän und zählt weiterhin zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel. „Wir haben heute gesehen, welche Qualität Argentinien hat“, sagte Rangnick.

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