Gianni Infantino steht wegen des geplanten FIFA-Investorenplans in der Kritik. [Unverifiziert] Medienberichten zufolge sollen alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände einen möglichen WM-Boykott unterstützen.
Gianni Infantino steht wegen des geplanten FIFA-Investorenplans in der Kritik. [Unverifiziert] Medienberichten zufolge sollen alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände einen möglichen WM-Boykott unterstützen.
Paukenschlag: Alle UEFA-Staaten stimmen für WM-Boykott
30.07.2026 um 17:38,
Jovana Borojevic
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WM-Boykott sorgt für Aufsehen: Alle 55 UEFA-Verbände sollen geschlossen gegen den FIFA-Investorenplan gestimmt haben. Jetzt wächst der Druck auf Infantino.
Ein möglicher WM-Boykott sorgt für ein Erdbeben im Weltfußball. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände darauf verständigt haben, sämtliche FIFA-Turniere zu boykottieren, sollte Weltverbandschef Gianni Infantino (56) seinen umstrittenen Investorenplan umsetzen. Betroffen wären demnach nicht nur die Weltmeisterschaft 2030, sondern auch die Frauen-WM 2027 in Brasilien.
WM-Boykott: UEFA droht mit historischem Schritt
Über den möglichen WM-Boykott berichten unter anderem die BBC, The Times und Sky News. Demnach soll der Beschluss bei einer digitalen Dringlichkeitssitzung der UEFA gefallen sein. Eine offizielle Bestätigung der UEFA lag zunächst nicht vor.
Sollte Europa tatsächlich geschlossen auf eine Teilnahme verzichten, hätte das weitreichende Folgen. Mit Fußball-Großmächten wie Spanien, England, Frankreich und Deutschland würde der Weltmeisterschaft 2030 ein erheblicher Teil ihrer sportlichen Strahlkraft fehlen. Der Druck auf die FIFA wäre enorm.
Auslöser des Konflikts ist der Plan der FIFA, Anteile an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Der Weltverband erhofft sich dadurch Einnahmen in Milliardenhöhe.
Medienberichten zufolge sollen die 211 FIFA-Mitgliedsverbände bis 19. September über den Deal entscheiden. Im Gegenzug soll eine Sonderzahlung in Aussicht gestellt worden sein. Genau dieser Investorenplan stößt bei der UEFA auf massiven Widerstand.
UEFA-Statement gegen Gianni Infantinos Pläne
In einem veröffentlichten Statement positioniert sich die UEFA klar gegen den geplanten Verkauf. „Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen. Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Eigentumsanteile an der Weltmeisterschaft und anderen FIFA-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab.“
Weiter heißt es:„Die Weltmeisterschaft darf nicht als Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten Vermächtnisse des Fußballs. Die Weltmeisterschaft steht nicht zum Verkauf.“
Gianni Infantino verteidigt den geplanten Einstieg externer Geldgeber dagegen als „einmalige Chance“, um die weltweite Entwicklung des Fußballs zu beschleunigen.
Frust über FIFA wächst in Europa
Der Widerstand gegen den FIFA-Investorenplan wächst nicht nur innerhalb der UEFA. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellte sich öffentlich gegen die Pläne. DFB-Präsident Bernd Neuendorf warnte davor, die Akzeptanz der Fans aufs Spiel zu setzen. Auch DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke sprach sich gegen den Deal aus.
Ob es tatsächlich zu einem historischen WM-Boykott kommt, ist derzeit offen. Fest steht jedoch: Der Konflikt zwischen UEFA und FIFA hat eine neue Eskalationsstufe erreicht – und setzt Gianni Infantino massiv unter Druck.
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