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Magistrat der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt

Eisenstadt baut Marshallplan konsequent aus

31.07.2026 um 09:46, Sabine Riebenbauer-Golautschnig
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Innenstädte sind weit mehr als Einkaufsorte. Sie schaffen Raum für Begegnung, Kultur, Arbeit und Gemeinschaft und machen Städte lebendig und attraktiv.

Innenstädte sind weit mehr als Einkaufsorte. Sie sind Treffpunkt, Arbeitsplatz, Kulturraum und das Herz einer Stadt. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen: Online-Handel, verändertes Konsumverhalten und steigende Kosten verändern die Rolle der Stadtzentren nachhaltig. Umso wichtiger ist es, Innenstädte aktiv weiterzuentwickeln. Dass dieses Thema österreichweit an Bedeutung gewinnt, zeigt auch ein kürzlich präsentierter Zehn-Punkte-Plan für die Grazer Innenstadt. Viele der dort formulierten Ziele – von der Stärkung des Handels über die Aufenthaltsqualität bis hin zur Mobilität – verfolgt Eisenstadt jedoch bereits seit mehreren Jahren mit einer langfristigen Strategie.

Wie erfolgreich dieser Weg ist, zeigen aktuelle Zahlen. Die Leerstandsquote in der Fußgängerzone liegt aktuell bei nur 7,22 Prozent, gleichzeitig wurden zuletzt wieder mehr als 2,5 Millionen Frequenzen pro Jahr gemessen. Und kaum eine Woche könnte besser zeigen, wie lebendig Eisenstadts Innenstadt ist: Bereits am Mittwoch lädt das neue Litzeraturformat „Stories in the City“ dazu ein, Geschichten zu entdecken – dieses Mal mit Literaturpreisträger Wolfgang MIllendorf und Thomas Hofer. Am Donnerstag startet „Music in the City“, der Winzerkirtag sorgt noch bis Sonntag für traditionelles Flair und am Wochenende bringen die Festivals im Schlosspark erneut tausende Besucherinnen und Besucher nach Eisenstadt.

Bereits unmittelbar nach der Corona-Pandemie forderte Bürgermeister Thomas Steiner einen österreichweiten Marshallplan für die Innenstädte und setzte diesen Gedanken gleichzeitig vor Ort um. Ziel war und ist es, den stationären Handel zu stärken, Kaufkraft in der Region zu halten und die Innenstadt als wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum weiterzuentwickeln.

Ein wesentlicher Baustein ist der Innenstadtbonus, mit dem seit 2021 neue Betriebe gezielt unterstützt werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch die EisenStädterScheine, über die mittlerweile rund 1,5 Millionen Euro in den regionalen Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wurden. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch das Stadtmanagement Eisenstadt, das sich um Standortmarketing, Veranstaltungen, Leerstandsmanagement und Betriebsansiedlungen kümmert und Eigentümer sowie Unternehmen miteinander vernetzt.

Ebenso konsequent wurde in die Aufenthaltsqualität investiert. Begrünungen, Sitzgelegenheiten, die laufende Aufwertung der Fußgängerzone sowie die Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive machen die Innenstadt attraktiver und klimafitter. Gleichzeitig sorgen die vier vollelektrischen Stadtbuslinien mit täglich rund 1.700 Fahrgästen für eine gute Erreichbarkeit des Zentrums.

Für Bürgermeister Thomas Steiner ist die positive Entwicklung Auftrag und Ansporn zugleich: „Eine starke Innenstadt entsteht nicht von selbst. Sie braucht Ideen, Investitionen und vor allem einen langen Atem. Viele Maßnahmen, die heute österreichweit diskutiert werden, haben wir in Eisenstadt bereits vor Jahren auf den Weg gebracht. Gleichzeitig arbeiten wir laufend daran, unsere Innenstadt weiterzuentwickeln – damit sie auch künftig das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Herz unserer Stadt bleibt.“ Innenstadtentwicklung sei eine Daueraufgabe, die sich ständig an neue Herausforderungen anpassen müsse. Deshalb werde Eisenstadt den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen – mit weiteren Maßnahmen zur Attraktivierung des öffentlichen Raums, neuen digitalen Angeboten, zusätzlichen Begrünungsmaßnahmen sowie einer noch stärkeren Vernetzung von Wirtschaft, Kultur und Tourismus.

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