Davos: Donald Trump Air Force One musste umkehren
- Technischer Defekt zwingt zur Umkehr
- Zeitplan in Davos wackelt
- Grönland-Konflikt überschattet Davos-Besuch
US-Präsident Donald Trump ist einer der meistbeachteten Gäste des diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Seine Anreise stand jedoch unter unerwarteten Vorzeichen. Kurz nach dem Start von der Joint Base Andrews musste die Air Force One umkehren.
Technischer Defekt zwingt zur Umkehr
Laut Pressesprecherin Karoline Leavitt habe es ein „kleines elektrisches Problem“ gegeben. Aus Sicherheitsgründen habe sich die Crew für die Rückkehr entschieden. Nach Angaben mitreisender Reporter sind die Lichter in der Pressekabine ausgefallen.
Technische Rückkehrmanöver gelten in der Luftfahrt als Standardverfahren. Die Crew hat nach Protokoll gehandelt, die Maschine ist sicher gelandet.
Zeitplan in Davos wackelt
Die Delegation hat die Reise mit einer Boeing C-32A, der etwas kleineren Ersatzmaschine des Präsidenten, fortgesetzt. Trump ist mit leichter Verzögerung in Davos angekommen. Trotz des Zwischenfalls ist seine mit Spannung erwartete Rede weiterhin für 14.30 Uhr angesetzt. Im Anschluss hat Trump Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs geplant. Ob einzelne Termine verschoben werden, ist aktuell noch offen. Thema der Gespräche sind Trumps Übernahmepläne für Grönland.
Grönland-Konflikt überschattet Davos-Besuch
Noch vor seiner verspäteten Ankunft hat Trump seine Forderungen nach einer US-Kontrolle über Grönland bekräftigt. Er bezeichnet die Arktisinsel als „unerlässlich“ für die Sicherheit der USA und erklärte, es gebe „kein Zurück“. Mit Zolldrohungen gegen acht europäische NATO-Staaten hat er die Auseinandersetzung in den vergangenen Tagen massiv verschärft.
Frankreichs Präsident Macron spricht von einem „grundsätzlich inakzeptablen“ Vorgehen, während EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen einen „seismischen Wandel“ und eine „unerschrockene Antwort“ Europas forderte. Frankreich brachte als mögliche Reaktion eine NATO-Übung auf Grönland ins Spiel, ein EU-Sondergipfel soll am Donnerstag folgen.