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Polizeieinsatzkräfte vor dem Haus in Innsbruck.
Ein Mann soll in einem Mehrparteienhaus seine Frau getötet haben.
Ein Mann soll in einem Mehrparteienhaus seine Frau getötet haben.
PA/ZEITUNGSFOTO.AT

2 Leichen entdeckt: Mordverdacht in Tirol

15.03.2026 um 16:14, APA, Red
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Innsbruck: Ein 31-Jähriger soll seine Frau mit einem Messer getötet und danach Suizid begangen haben. Zuvor hatte die 37-Jährige Anzeige wegen Gewalt erstattet.

Ein 31-Jähriger soll in Innsbruck zuerst seine 37-jährige Ehefrau und anschließend sich selbst getötet haben. Die Leichen wurden Sonntagvormittag im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses entdeckt, berichtete die Polizei am Nachmittag. Der Mann soll ersten Erkenntnissen zufolge seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen und Suizid verübt haben. Erst am Vortag hatte die Frau Anzeige gegen ihren Mann erstattet, da er sie zuletzt öfter geschlagen und bedroht haben soll.

Polizei wegen Streit alarmiert

Die Beamten seien am Abend "zu einem Streit" in die Wohnung gerufen worden, da der Türke das Opfer mit dem Umbringen bedroht haben soll, sagte Philipp Rapold, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts, zur APA. Die Österreicherin berichtete schließlich, dass es seit einem Jahr "immer wieder zu Körperverletzungen und Drohungen" gekommen sei. Der Mann dürfte sehr eifersüchtig gewesen sein und das Handy der Frau ständig kontrolliert haben, berichtete der LKA-Ermittler. Bei der Polizei seien die Vorfälle bis dahin jedoch nie gemeldet worden. Die Polizisten sprachen schließlich am späten Abend ein Betretungs- und Annäherungsverbot aus und nahmen den Mann mit.

Frau dürfte versucht haben zu flüchten

Er wurde aber wieder entlassen, nachdem seine Daten aufgenommen worden waren. Die Wegweisung und die Verbote dürften jedoch keine Wirkung gezeigt haben. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann noch in der Nacht zur Wohnung zurückgekehrt und die Tür aufgetreten haben soll. Aufgrund der Situation, wie die Leichen aufgefunden worden waren, dürfte die Österreicherin versucht haben zu flüchten.

Obduktion soll für Klarheit sorgen

Die Leichen wurden indes bei einer Kontrolle des Betretungs- und Annäherungsverbots entdeckt, hieß es. Um wie viel Uhr sich die Tat ereignet hatte, war noch nicht klar. Eine Obduktion soll darüber Klarheit geben. Die Ermittlungen waren ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Der Tatort wird auf Spuren untersucht und das nähere Umfeld befragt, erklärte Rapold.

Hier bekommen Sie Hilfe

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

Frauen, die in Österreich Gewalt erleben, finden u.a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at; der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie/Gewaltschutzzentrum Wien: www.interventionsstelle-wien.at und beim 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien: 01-71719 sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133)

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