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Asiatische Hornisse (Vespa velutina) an einem Holznest – invasive Art gefährdet Bienen in Österreich
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Österreich aus.
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Österreich aus.
APA-Images / dpa / Boris Roessler

Asiatische Hornisse in Österreich: Erste Nester entdeckt – so gefährlich ist sie wirklich

24.06.2026 um 13:06, Stefanie Hermann
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In Österreich wurden jetzt erste Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt. Wie gefährlich sie ist und was Sie bei einer Sichtung unbedingt tun sollten.

Die Asiatische Hornisse ist in Österreich angekommen: In der Vorarlberger Gemeinde Lustenau sind erstmals zwei Nester dieser invasiven Art entdeckt worden. Bisher gab es nur vereinzelte Sichtungen einzelner Tiere, aber keinen bestätigten Nestbau.

Asiatische Hornisse in Österreich angekommen

Die beiden Nester wurden am 20. Juni 2026 auf dem Gelände eines Transportunternehmens gefunden. Während eines der Nester noch klein und verlassen war, handelte es sich beim zweiten um ein bereits bewohntes Nest. Dieses wurde umgehend fachgerecht entfernt.

Asiatische Hornisse: Fund in Lustenau löst Alarm aus

Der Nachweis der Asiatischen Hornisse sorgt bei Behörden und Imkern für erhöhte Aufmerksamkeit. Die Tiere sind vermutlich durch eine Öffnung in einen Baucontainer eingedrungen und haben sich dort angesiedelt.

Ein Mitarbeiter wurde beim Annähern an das Nest am Kopf gestochen und musste nach Kreislaufproblemen notärztlich behandelt werden.

Was tun bei Sichtung der Asiatischen Hornisse?

  • Ruhe bewahren: Die Asiatische Hornisse ist abseits ihres Nestes meist nicht aggressiv.
  • Abstand halten: Nähern Sie sich keinem Nest – die Tiere verteidigen ihre Brut aggressiv.
  • Foto oder Video machen: Dokumentieren Sie die Sichtung möglichst klar zur Bestimmung.
  • Nicht selbst eingreifen: Kein Fangen oder Töten – Verwechslungsgefahr mit geschützten Arten!
  • Melden statt handeln: Geben Sie die Sichtung an offizielle Meldestellen oder Imkerverbände weiter.

Invasive Art breitet sich in Europa aus

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien und breitet sich seit ihrer Einschleppung nach Frankreich im Jahr 2004 rasant in Europa aus. In vielen Regionen hat sie sich bereits etabliert.

Ein Grund dafür ist ihre hohe Fortpflanzungsrate: Ein einziges Nest kann bis zu 500 Jungköniginnen pro Jahr hervorbringen. Gleichzeitig fehlen in Europa natürliche Feinde, was die Ausbreitung begünstigt.

Große Gefahr für Honigbienen

Besonders problematisch ist die Asiatische Hornisse für die heimische Insektenwelt. Sie ernährt sich räuberisch von anderen Insekten, wobei Honigbienen einen Großteil ihrer Beute ausmachen.

Vor Bienenstöcken lauern die Hornissen im Schwebflug und greifen heimkehrende Bienen direkt an. Bei starkem Auftreten kann es zur Schwächung oder zum Verlust ganzer Bienenvölker kommen – mit spürbaren Folgen für Landwirtschaft und Ökosystem.

Für Menschen meist ungefährlich

Trotz ihres bedrohlichen Auftretens ist die Asiatische Hornisse für gesunde Menschen nicht gefährlicher als heimische Hornissen oder Wespen. Abseits ihres Nestes verhält sie sich in der Regel friedlich.

Gefährlich wird es jedoch, wenn man einem Nest zu nahe kommt. In solchen Fällen verteidigen die Tiere ihre Brut aggressiv, was zu mehreren Stichen führen kann. Für Allergiker besteht wie bei anderen Insektenstichen ein erhöhtes Risiko.

Behörden rufen zur Mithilfe auf

Um eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verhindern, setzen Behörden auf frühe Meldungen. Imkerinnen und Imker sowie die Bevölkerung sollen aufmerksam sein und verdächtige Sichtungen dokumentieren.

Die Tiere dürfen nicht eigenständig gefangen oder getötet werden, da Verwechslungsgefahr mit der geschützten Europäischen Hornisse besteht. Stattdessen sollen Funde an offizielle Meldestellen weitergegeben werden.

Früherkennung entscheidend für Eindämmung

Die jetzt entdeckten Nester gehören zu sogenannten Primärnestern, die im Frühjahr in Bodennähe gebaut werden und vergleichsweise leicht zu entfernen sind. Im Sommer ziehen die Völker jedoch oft in große Nester hoch in Baumkronen um.

Diese können mehrere tausend Tiere beherbergen und sind deutlich schwieriger zu beseitigen.

FAQ: Asiatische Hornisse in Österreich

Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse für Menschen?

Für gesunde Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als heimische Wespen oder Hornissen. Gefährlich kann es nur bei Allergien oder in unmittelbarer Nähe eines Nestes werden.

Warum ist die Asiatische Hornisse ein Problem für Bienen?

Die Asiatische Hornisse jagt gezielt Honigbienen. Diese machen einen Großteil ihrer Beute aus, wodurch ganze Bienenvölker geschwächt oder sogar ausgelöscht werden können.

Was soll ich tun, wenn ich eine Asiatische Hornisse sehe?

Sichtungen sollten möglichst mit Foto oder Video dokumentiert und an offizielle Stellen gemeldet werden. Vom eigenständigen Fangen oder Töten wird abgeraten, da Verwechslungsgefahr mit geschützten Arten besteht.

Wo bauen Asiatische Hornissen ihre Nester?

Im Frühjahr entstehen kleine Nester in Bodennähe, etwa in Hecken oder Gebäuden. Später werden große Nester hoch in Baumkronen gebaut, die mehrere tausend Tiere beherbergen können.

Quellen und weiterführende Informationen

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