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Feuerwehr-Aufschrift am Einsatzfahrzeug
In Wiener Neustadt sind am Dienstagabend alle verfügbaren Feuerwehrleute gleichzeitig ausgerückt.
In Wiener Neustadt sind am Dienstagabend alle verfügbaren Feuerwehrleute gleichzeitig ausgerückt.
HANS KLAUS TECHT/APA

Höchste Alarmstufe in Wr. Neustadt: Feuerwehr im Großeinsatz

16.04.2025 um 09:44, Julia Klein & APA, Red
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Drei dramatische Einsätze zur gleichen Zeit – Brand, Gasalarm und Unfall haben Wiener Neustadts Feuerwehr-Einsatzkräfte bis ans Limit gebracht.

In Wiener Neustadt sind am Dienstagabend alle verfügbaren Feuerwehrleute gleichzeitig ausgerückt. Ein Brand in einem Einfamilienhaus, Gasalarm und ein Verkehrsunfall waren die Gründe. Laut einer Aussendung waren im Tagesverlauf insgesamt neun Einsätze verzeichnet worden. "Eine Zahl, die weit über dem Durchschnitt liegt" und die Helfer "an ihre logistischen Grenzen" gebracht habe.

Brandalarm

In der Lazarettgasse war kurz nach 19.00 Uhr das ebenerdige Kellergeschoss eines Einfamilienhauses in Vollbrand gestanden. "Was mit einer Alarmierung wegen Rauchentwicklung begann, weitete sich schließlich unter Sirenengeheul im gesamten Stadtgebiet zur höchsten Alarmstufe B4 aus", so die FF Wiener Neustadt. Alle verfügbaren Feuerwehrleute wurden somit alarmiert. Fast zeitgleich wurden ein Gasaustritt in der Gustav-Mahler-Gasse und ein Verkehrsunfall am Platz der Menschenrechte gemeldet.

"De facto standen alle verfügbaren Kräfte gleichzeitig im Einsatz. Die Reserven waren auf einen Schlag weg!", fasste Kommandant Christian Pfeiffer das Geschehen zusammen.

Keller in Flammen

Das Objekt in der Lazarettgasse war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits stark beschädigt. Fenster waren aus dem Rahmen gerissen worden, das Mauerwerk hatte sich nach außen gewölbt. Für den Innen- und Außenangriff waren mehrer Atemschutztrupps aufgeboten. Der größte Teil des Kellers brannte aus. Das Haus wurde derart in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Statiker hinzugezogen werden musste. Verletzt wurde niemand. Das Objekt war leer gestanden.

Die Feuerwehr hob in ihrer Aussendung auch die Zivilcourage von vier Passanten hervor, die beim Verlegen der ersten Schlauchleitung geholfen hatten. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Entwarnung

Während der Einsatz in der Lazarettgasse lief, mussten in der Gustav-Mahler-Gasse wegen eines unklaren Geruchs 21 Personen ihre Wohnungen verlasen. Helfer der FF Weikersdorf waren zur Unterstützung ausgerückt. Nach mehreren Messungen wurde Entwarnung gegeben. Es dürften Treibstoffdämpfe ausgetreten sein, "die jedoch in ihrer Konzentration unbedenklich waren", wurde betont.

Nächster Alarm

Nicht zuletzt mussten einige Einsatzkräfte vom Brandort abgezogen werden, um sich um einen Verkehrsunfall im Stadtgebiet zu kümmern. Zwei Pkw waren kollidiert. Es blieb bei Sachschaden.

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