Roter Stern in der Krise: Muss Arnautovic jetzt gehen?
Bei Roter Stern Belgrad herrscht nach dem nächsten schweren Europacup-Rückschlag Unruhe. Der serbische Meister verpasste zunächst die Champions League und verspielte anschließend auch noch auf spektakuläre Weise den Einzug in die Europa League. Nun geraten offenbar auch einzelne Spieler unter Druck. Im Mittelpunkt steht dabei ÖFB-Star Marko Arnautovic. Serbische Medien spekulieren bereits über einen möglichen vorzeitigen Abschied des 37-Jährigen.
Roter Stern verspielt 3:0-Vorsprung
Sportlich verliefen die vergangenen Wochen für Roter Stern alles andere als nach Wunsch. Bereits in der Champions-League-Qualifikation war gegen Hapoel Beer Sheva Endstation. Nach einem 0:1 im Hinspiel verlor der serbische Meister auch das Rückspiel in Belgrad mit 0:2.
Noch bitterer wurde es anschließend in der Europa League. Gegen Viktoria Pilsen hatte sich Roter Stern mit einem 3:0-Heimsieg eigentlich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen.
Doch in Tschechien folgte der völlige Einbruch. Belgrad verlor mit 1:5 nach Verlängerung und schied trotz des komfortablen Vorsprungs noch aus. Arnautovic stand in der Startelf, wurde beim Stand von 1:3 aber in der 67. Minute ausgewechselt. Statt Europa League bleibt dem Klub nun lediglich die Conference League.
Arnautovic plötzlich vor dem Aus?
Nach dem Europacup-Debakel werden in Serbien nun offenbar auch personelle Konsequenzen diskutiert. Dabei rückt ausgerechnet Arnautovic ins Zentrum. Mehrere Medien berichten, dass sich Roter Stern mit der Zukunft des österreichischen Rekordteamspielers beschäftigt.
Im Raum steht sogar eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags, der eigentlich noch bis zum 30. Juni 2027 läuft. Eine offizielle Bestätigung des Vereins gibt es dafür derzeit allerdings nicht.
Dem Vernehmen nach sucht der Klub nach verschiedenen Lösungen und soll Arnautovic bereits über die Situation informiert haben. Ein möglicher Transfer wäre ebenfalls denkbar, allerdings müsste zunächst ein interessierter Verein gefunden werden.
Millionengehalt wird zum Thema
Eine entscheidende Rolle könnte dabei Arnautovics Vertrag spielen. Der Angreifer wechselte im Sommer 2025 ablösefrei von Inter Mailand nach Belgrad und unterschrieb einen Zweijahresvertrag.
Laut übereinstimmenden Medienberichten kassiert der Wiener rund 2,5 Millionen Euro netto pro Saison. Damit wurde er zum bestbezahlten Spieler der Vereinsgeschichte. Durch die verpassten Einnahmen aus Champions League und Europa League könnte dieses Gehalt nun stärker ins Gewicht fallen.
Sportlich stehen in der laufenden Saison bislang zwei Treffer in acht Pflichtspielen zu Buche. Für einen Spieler mit seinem Status und Gehalt dürfte die Erwartungshaltung in Belgrad entsprechend hoch sein.
Trainer Riera soll unzufrieden sein
Zusätzlichen Druck könnte es durch Trainer Albert Riera geben. Der Spanier übernahm Roter Stern nach dem Champions-League-Aus und soll laut serbischen Berichten Veränderungen im Kader planen.
Dabei wird auch über die Verpflichtung eines körperlich robusteren Stürmertyps gesprochen. In serbischen Medien wird zudem berichtet, dass Riera mit Arnautovics bisherigen Leistungen nicht vollständig zufrieden sein soll.