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Benjamin Karl strahlt mit seiner Olympia-Goldmedaille
Rücktritt vom Rücktritt: Benjamin Karl setzt seine Snowboard-Karriere beim ÖSV fort.
Rücktritt vom Rücktritt: Benjamin Karl setzt seine Snowboard-Karriere beim ÖSV fort.
APA-Images / EXPA / Johann Groder

Spektakuläre Kehrtwende: Benjamin Karl setzt Karriere fort

01.09.2026 um 14:48, Marcel Toifl
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ÖSV-Star Benjamin Karl setzt seine Snowboard-Karriere fort. Er verzichtet vorerst auf den geplanten Wechsel in den Radsport. Ziel ist die Heim-WM.

Nach nicht einmal sechs Monaten ist der Ausflug in den Radsport wieder Geschichte: Der zweifache Olympiasieger und fünffache Weltmeister Benjamin Karl hat entschieden, seine aktive Karriere als Alpin-Snowboarder fortzusetzen. Erst im Frühjahr hatte der 40-jährige Niederösterreicher nach seinem erneuten Olympia-Gold im Parallelriesentorlauf seinen Rücktritt vom Wintersport erklärt.

Am Dienstag gaben der Vorzeigeathlet und der Österreichische Skiverband (ÖSV) in einer gemeinsamen Erklärung den Rücktritt vom Rücktritt bekannt. Karl wird damit auch in der kommenden Weltcup-Saison für Österreich an den Start gehen.

Rücktritt vom Rücktritt: Benjamin Karl bleibt Boarder

„Über den Sommer sind allerdings einige Dinge passiert, die so nicht vorhersehbar waren“, erklärt der zweifache Olympia-Champion. Das Gefühl habe sich extrem verstärkt, dass er im Herzen „ganz einfach ein Snowboarder ist, der gerne Rad fährt“.

Nach 30 Jahren im Snowboardsport habe Benjamin Karl die Unterstützung und Erfolge zuletzt wieder neu zu schätzen gelernt. Die vergangenen Monate hätten ihm gezeigt, dass man im Profisport nichts als Selbstverständlichkeit ansehen dürfe.

Olympia-Traum im Radsport geplatzt

Ursprünglich hatte der Routinier gehofft, in der Disziplin Cyclocross bei den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen im Radsport anzutreten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erteilte solchen Plänen im Juli jedoch eine Absage mit der Begründung, dass Winterspiele weiterhin ausschließlich „auf Schnee und Eis“ stattfinden sollen.

Neben seinen sportlichen Plänen sorgte Karl im April zudem mit Aussagen über Rollenverteilungen in der Ehe in einem Podcast für Schlagzeilen, was ihm unter anderem Kritik aus den eigenen Verbandsreihen einbrachte.

Heim-WM im Montafon als neues Hauptziel

Bereits im September startet Karl gemeinsam mit dem ÖSV-Team in einer Skihalle in den Niederlanden in die intensive Saisonvorbereitung. Beim Verband zeigt man sich erfreut über den Verbleib des Ausnahmekönners. Christian Galler, sportlicher Leiter für Snowboard Alpin beim ÖSV, bezeichnet Karl als „absoluten Siegläufer“.

Als großer Höhepunkt der bevorstehenden Saison wartet auf den Champion die Heim-Weltmeisterschaft im Montafon im kommenden März, bei der Karl erneut nach Edelmetall greifen möchte.

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