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Rund 3,6 Millionen Papierführerscheine sind in Österreich noch im Umlauf.
Führerschein: Vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellte Dokumente müssen spätestens 2033 getauscht werden.
Führerschein: Vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellte Dokumente müssen spätestens 2033 getauscht werden.
Austroshot/Shutterstock.com

Führerschein läuft aus: Diese Österreicher sind betroffen

28.08.2026 um 11:31, Yunus Emre Kurt
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Millionen Österreicher müssen ihren alten Führerschein austauschen. Die Frist läuft bis 2033, betroffen sind mehr Dokumente als viele denken.

Auf Millionen Autofahrer in Österreich kommt in den nächsten Jahren ein verpflichtender Behördenweg zu. Rund 3,6 Millionen Papierführerscheine befinden sich laut Verkehrsministerium derzeit noch im Umlauf. Spätestens bis zum 19. Jänner 2033 müssen die alten Dokumente gegen einen aktuellen Führerschein im Scheckkartenformat ausgetauscht werden. Einen gestaffelten Umtauschplan wie in Deutschland soll es in Österreich allerdings nicht geben.

Diese Führerscheine müssen getauscht werden

Die Regelung betrifft grundsätzlich alle Papier- und Scheckkartenführerscheine, die vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellt wurden. Auch wenn auf dem Dokument selbst kein entsprechendes Ablaufdatum eingetragen ist, endet seine Gültigkeit spätestens am 19. Jänner 2033.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind allein noch rund 3,6 Millionen Papierführerscheine in Österreich im Umlauf. Wie viele davon tatsächlich noch aktiv genutzt werden, lässt sich allerdings nicht exakt feststellen. Alte Papierdokumente wurden früher nicht vollständig zentral registriert.

Bis zum Stichtag bleiben gültige Papierführerscheine grundsätzlich auch für Fahrten innerhalb der Europäischen Union anerkannt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die eingetragenen Daten lesbar sind und die Person auf dem Foto noch eindeutig erkannt werden kann.

Diese Frist gilt in Österreich

Spätestens am 19. Jänner 2033 ist mit den alten Dokumenten Schluss. Hintergrund ist eine EU-weite Vereinheitlichung der Führerscheine. Langfristig sollen nur noch standardisierte Dokumente im Scheckkartenformat verwendet werden.

Bis dahin besteht bei einem weiterhin gültigen Papierführerschein noch keine sofortige Umtauschpflicht. Wer möchte, kann den Wechsel jedoch bereits jetzt freiwillig durchführen lassen. Das kann sich etwa dann anbieten, wenn das alte Dokument beschädigt ist oder das Foto kaum noch eine eindeutige Identifikation ermöglicht.

Kein gestaffelter Umtausch geplant

Anders als Deutschland setzt Österreich derzeit nicht auf einen gestaffelten Zeitplan, bei dem bestimmte Alters- oder Ausstellungsjahrgänge früher zum Wechsel verpflichtet werden.

Das Verkehrsministerium begründet dies damit, dass eine nationale Verkürzung der Übergangsfrist nicht vorgesehen sei. Stattdessen sollen die Betroffenen rechtzeitig vor dem endgültigen Ablauf umfassend informiert werden.

Kritik daran kommt vom ÖAMTC. Der Mobilitätsclub spricht von einem „typisch österreichischen Abwarten“ und fordert, Besitzer alter Führerscheine frühzeitiger über den bevorstehenden Wechsel zu informieren.

So funktioniert der freiwillige Umtausch

Wer nicht bis 2033 warten möchte, kann seinen Papierführerschein bereits jetzt bei einer Führerscheinbehörde gegen die Scheckkartenvariante tauschen. Zuständig sind grundsätzlich die Führerscheinbehörden in ganz Österreich.

Für die Ausstellung werden derzeit 73 Euro verrechnet. Benötigt werden unter anderem der bisherige Führerschein, ein geeignetes Passfoto und gegebenenfalls weitere Unterlagen.

Für Millionen Besitzer alter Dokumente besteht damit zwar noch kein unmittelbarer Zeitdruck. Die Frist ist allerdings fix: Spätestens am 19. Jänner 2033 müssen betroffene Führerscheine umgeschrieben sein.

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