Ausgeschieden: Arnautovic blamiert sich im Europacup
Ein historischer Rückschlag für Roter Stern Belgrad: Der serbische Traditionsklub hat den Einzug in die Hauptrunde der Europa League auf extrem bitterer Art und Weise verspielt.
Trotz eines komfortablen 3:0-Ersatzerfolgs aus dem Hinspiel erlitt das Team rund um ÖFB-Star Marko Arnautovic eine schmerzhafte 1:5-Niederlage nach Verlängerung bei Viktoria Pilsen.
Debakel in Pilsen trotz 3:0-Vorsprung
Die Ausgangslage schien vor der Partie in Tschechien klar zu Gunsten der Serben zu sein. Doch die Gastgeber von Viktoria Pilsen mit ÖFB-Tormann Florian Wiegele zeigten enorme Gegenwehr und nutzten die Schwächen von Roter Stern konsequent aus.
Bereits ab der 53. Minute musste Belgrad nach einem Platzverweis in Unterzahl agieren, was das Spiel komplett kippen ließ. Marko Arnautovic stand in der Startelf, konnte jedoch keinen Treffer erzielen und wurde in der 67. Minute beim Stand von 1:3 ausgewechselt.
Rot und spätes Elfmeter-Drama
Die Entscheidung in der regulären Spielzeit fiel auf dramatische Weise erst tief in der Nachspielzeit. Pilsen zugesprochene Elfmeter brachten Roter Stern immer wieder in Bedrängnis – insgesamt pfiff der Unparteiische drei Strafstöße gegen die Gäste.
In der 95. Minute verursachte der zweite ÖFB-Legionär im Kader der Serben, Muhammed Cham, ein Elfmeterfoul am aufgerückten Pilsen-Torwart Wiegele. Die Tschechen verwandelten zum 4:1 und retteten sich extrem spät in die Verlängerung, in der Pilsen schließlich den Endstand zum 5:1 fixierte.
Conference League statt Europa League
Durch die heftige Pleite verpassen Arnautovic und Roter Stern Belgrad das große Ziel der Europa League Qualifikation. Als Trostpflaster bleibt dem serbischen Meister nun nur der Startplatz in der Ligaphase der UEFA Conference League.
Für Pilsen hingegen bedeutet das Comeback nach der Hinspiel-Schlappe den Einzug in die europäische Eliteklasse der Europa League.