Hacker: Impfpflicht muss umgesetzt werden

Der Wiener Gesundheitsstadtrat verteidigt den Sonderweg der Stadt. Von der Regierung zeigt er sich enttäuscht.
Autor: Stefanie Hermann, 25.05.2022 um 08:41 Uhr

Wien ist anders und geht auch diesmal einen Sonderweg und bleibt bei der erweiterten Maskenpflicht. Im Ö1-Morgenjournal verteidigt der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) den harten Kurs. Von der Entscheidung des Gesundheitsministeriums, die Maskenpflicht frühzeitig außer Kraft zu setzen, zeigt er sich gelinde gesagt überrascht. Er hätte damit gerechnet, dass die Maßnahmen wie angekündigt bis zum Beginn der Ferien halten würden. Für die (Nicht-)Kommunikation von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) findet er klare Worte. Er sei erstaunt, dass es "dass es nicht und nicht möglich ist, zum Telefonhörer zu greifen und sich miteinander abzusprechen." Die Entscheidung zur Lockerung sei für ihn von heute auf morgen gekommen. Hacker: "Kaum dreht man sich zwei Mal um, gibt's schon wieder eine neue Entscheidung - das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen."

Kaum dreht man sich zwei Mal um, gibt's schon wieder eine neue Entscheidung.

"Aussetzen der Impfpflicht war ein Fehler"

Zur Impfpflicht hat er eine klare Meinung. Das Aussetzen sei gründsätzlich ein Fehler. Er fordert , die selbstgemachten Gesetze auch zu exekutieren. Wenn man etwas beschlossen hat, so solle man es auch durchziehen. Alles andere sei  "unlogisch".

Regierung muss Impfkampagne starten

Auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) fordert von der Regierung mehr Verve bei der Erhöhung der Impfquote. "Impfen schützt. Das ist ein Faktum. Daher brauchen wir bald eine entsprechende Impfkampagne, die wir auch von der Bundesregierung fordern", so der Wiener Stadtchef.