Lena Schilling: Protest-Kleid am Wiener Opernball
- Lena Schilling: Protest am Opernball
- „Tax the rich“: Kleid mit klarer Ansage
- Protestaktion mit Banner am Opernball
- Scheinheiliges „Green Event“
Glitzer, Glamour, Grünen-Aktivismus: EU-Abgeordnete und Aktivistin Lena Schilling hat den Roten Teppich des Wiener Opernballs 2026 für eine politische Protestaktion gekapert. Besondere Aufmerksamkeit beim Society Event des Jahres erregte aber nicht ihr Protest-Banner, sondern ihr Kleid.
Lena Schilling: Protest am Opernball
Noch 2024 hatte Schilling vor der Oper mit dem Transparent „Ihr tanzt – wir brennen“ protestiert. Damals wurde sie vom Red Carpet verwiesen. 2026 hat es die Grünen-EU-Abgeordnete auf den Roten Teppich geschafft. Ganz Aktivistin, nutzte die 25-Jährige den glamourösen Auftritt am Wiener Opernball nicht für Smalltalk und Blitzlicht, sondern als Bühne für ihre Botschaft.
„Tax the rich“: Kleid mit klarer Ansage
Lena Schilling ist in einem schneeweißen Ballkleid am Roten Teppich des Wiener Opernballs erschienen. Statt funkelnder Stickereien prangte darauf in großen Lettern die Forderung „Tax the rich, save the climate“. Das Kleid sei eine Spezialanfertigung eines Designers, der anonym bleiben wolle. Mit dem Kleid wollte Schilling ein Zeichen setzen – gegen soziale Ungleichheit und für Klimagerechtigkeit.
Protestaktion mit Banner am Opernball
In der Hand hielt Schilling ein Banner mit der Aufschrift „Nobel geht die Welt zugrunde“. Wie glaubwürdig ein Protest gegen eine Veranstaltung ist, an der man selbst teilnimmt, sei dahingestellt. Schilling selbst sieht darin jedenfalls kein Problem: „Ich bin am Opernball, um ein Zeichen zu setzen und nicht, um feiern zu gehen“, so die EU-Abgeordnete. Der Protest richtete sich gegen Luxus, Klimabelastung und die soziale Schieflage in Österreich.
Scheinheiliges „Green Event“
Auf Instagram legte Schilling nach. Der Opernball sei eine scheinheilige Veranstaltung: „Der Opernball wird von der OMV gesponsert und nennt sich ein ,Green Event‘. Das möchte ich nicht unkommentiert lassen“, schrieb sie. Ihre zentrale Botschaft: Superreiche sollen stärker besteuert werden, um Klimaschutz zu finanzieren. Nach Schillings Worten seien die zehn reichsten Haushalte Österreichs für mehr als die Hälfte des klimaschädlichen CO₂-Ausstoßes verantwortlich.