Thomas Schmid: Rücktritt per sofort

Eigentlich wollte Thomas Schmid seinen Vertrag 2022 auslaufen lassen. Jetzt der Knalleffekt: Der Chef ist ab heute Ex-Chef der Staatsholding. Der Aufsichtsrat stimmte einer einvernehmlichen Auflösung des Vertrags zu.  Das gilt auch für Schmids Aufsichtsratspositionen in Beteiligungsgesellschaften der ÖBAG.

Chats und ihre Folgen

Schmid endgültig zu Fall gebracht haben dürften vergangene Woche aufgetauchte Chats, Stichwort "Reisen wie der Pöbel". Sie folgten auf die bereits bekannten Chat-Verläufe, in denen es um seinen angestrebten Vorstandsjob in der ÖBAG ging ("Ich liebe meinen Kanzler"). Nun zog der Aufsichtsrat die Reißleine.

Porträt von Christine Catasta

ÖBAG-Direktorin Christine Catasta wurde als Interimsvorstand bestellt und stellte bereits klar, dass es bei der vorübergehenden Vertretung bleiben wird: Sie werde sich nicht um Schmids Vorstandssitz bewerben. Die Staatsholding nannte den Rückzug Schmids am Morgen "notwendigen Schritt".

Nach intensiven Beratungen innerhalb des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsrat gemeinsam mit MMag. Schmid zur Erkenntnis gekommen, dass die sofortige Beendigung der Vorstandstätigkeit von MMag. Thomas Schmid einen notwendigen Schritt für die Öbag darstellt.

Nach Norbert Hofer als FPÖ-Chef und Wolfgang Brandstetter als Verfassungsrichter ist Thomas Schmid die dritte Rücktrittsmeldung in nur acht Tagen.

Autor: Andrea Schröder, 08.06.2021