Spritpreisbremse ab 1. April: Das gilt jetzt für Spritpreise in Österreich
- Was die Spritpreisbremse bringt
- Steuersenkung auf Spritpreise
- Margen werden begrenzt
- Wann die Maßnahmen greifen
- Iran-Krieg treibt Spritpreise
- Aktuelle Spritpreise
Die Spritpreisbremse kommt: Die Bundesregierung hat eine neue Maßnahme beschlossen, um die Spritpreise zu senken. Ab 1. April sollen Benzin und Diesel spürbar günstiger werden. Ziel ist es, die stark gestiegenen Spritpreise in Österreich infolge der internationalen Energiekrise abzufedern und Konsumenten zu entlasten.
Was die Spritpreisbremse konkret bringt
Mit dem neuen Maßnahmenpaket will die Regierung die Spritpreise um rund 10 Cent pro Liter senken. Dafür werden zwei zentrale Hebel kombiniert: eine Senkung der Mineralölsteuer und Eingriffe in die Gewinnmargen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der Staat greift damit gezielt in den Markt ein, um außergewöhnliche Preissteigerungen zu dämpfen, ohne die Versorgung zu gefährden.
Steuersenkung: Weniger Abgaben auf Benzin und Diesel
Ein wesentlicher Bestandteil der Spritpreisbremse ist die Senkung der Mineralölsteuer. Ab April wird diese zunächst um rund 5 Cent pro Liter reduziert. Die Entlastung erfolgt laut Regierung direkt proportional zu den zusätzlichen Einnahmen, die durch gestiegene Energiepreise entstanden sind. Bundeskanzler Christian Stocker betont: „Der Staat darf nicht zum Krisenprofiteur werden“, so Bundeskanzler Christian Stocker.
Margen werden begrenzt – aber Preise bleiben frei
Zusätzlich erhält die Regierung die Möglichkeit, Gewinnmargen bei Treibstoffen vorübergehend einzufrieren. Betroffen sind unter anderem Raffinerien und Tankstellen.
Wichtig: Es handelt sich nicht um einen Preisdeckel. Die Preise entstehen weiterhin am Markt und orientieren sich an internationalen Ölnotierungen sowie fixen Kostenbestandteilen.
Die Maßnahme soll lediglich verhindern, dass einzelne Unternehmen überproportional von der Krise profitieren. Vizekanzler Andreas Babler sagt dazu: „Wir verhindern damit, dass aus einer Krise ein Geschäftsmodell wird.“
Tankstellen dürfen die Preise künftig nur noch dreimal pro Woche erhöhen.
Wann die Maßnahmen bei den Spritpreisen greifen
Die neuen Regeln treten mit 1. April 2026 in Kraft und sind vorerst bis Jahresende befristet.
Beschlossen werden soll das Paket bereits in den kommenden Tagen im Nationalrat. Eine Sondersitzung ist dafür angesetzt, der Bundesrat soll das Inkrafttreten rechtzeitig absichern.
Klar geregelt: Wann von einer Krise gesprochen wird
Die Eingriffe der Spritpreisbremse greifen nicht automatisch, sondern sind an klare Bedingungen geknüpft.
Eine Krise liegt dann vor, wenn die Preise für Benzin oder Diesel innerhalb von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent steigen. In diesem Fall kann die Regierung per Verordnung eingreifen und sowohl Margen begrenzen als auch Steuern anpassen.
Hintergrund: Iran-Krieg treibt Spritpreise nach oben
Auslöser der Maßnahmen sind die starken Preisschwankungen auf den globalen Energiemärkten. Der Konflikt im Nahen Osten hat insbesondere die Ölpreise unter Druck gesetzt.
Eine zentrale Rolle spielt die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gastransports laufen. Störungen in dieser Region wirken sich direkt auf die Spritpreise in Europa und damit auch in Österreich aus.
Aktuelle Entwicklung: Spritpreis zuletzt leicht gesunken
Zuletzt haben die Spritpreise an den Tankstellen bereits leicht nachgegeben.
- Diesel lag zuletzt bei rund 1,96 Euro pro Liter
- Superbenzin bei etwa 1,76 Euro pro Liter
Ob dieser Trend anhält, hängt stark von der weiteren geopolitischen Entwicklung ab. Tipps zum Sparen finden Sie hier: Sprit sparen trotz hoher Preise.
Was Autofahrer jetzt wissen müssen
Für Konsumenten bedeutet die neue Spritpreisbremse vor allem eines: kurzfristige Entlastung bei gleichzeitig flexiblen Eingriffsmöglichkeiten der Politik. Die Regierung setzt dabei auf einen Mix aus Marktmechanismus und gezielten Eingriffen.