Achtung: Diese Küchenrolle enthält Giftstoffe
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 15 verschiedene Küchenrollen im Test 2026 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt: Sechs Produkte schneiden gut ab, sieben sind durchschnittlich und zwei fallen mit „wenig zufriedenstellend“ durch. Besonders Recyclingprodukte fallen negativ auf, während die Top-Produkte eher im höheren Preissegment liegen.
Test der Küchenrollen 2026
Bei der Untersuchung der VKI-Tester 2026 wurde das Zusammenspiel von Materialqualität, Struktur und Verarbeitung bewertet. Dabei zeigte sich überraschend, dass die Lagenanzahl nicht direkt ausschlaggebend für die Saugkraft ist. Die beiden Testsieger bestehen lediglich aus zwei Lagen, während alle anderen 13 Produkte dreilagig aufgebaut sind.
Recyclingpapier im Test
Produkte aus Altpapier bilden die großen Verlierer des Tests. Sie weisen unter anderem folgende Defizite auf:
- Saugfähigkeit: Geringere Leistung im Vergleich zu Frischzellstoff.
- Optische Aufheller: Häufigeres Vorkommen von chemischen Hilfsstoffen.
- Keimbelastung: Höhere (wenn auch nicht gesundheitsschädliche) Keimwerte.
Preis-Leistungssieger und Ergebnisse
Die vier besten Produkte im Test gehören zu den teureren Varianten. Dennoch gibt es auch im günstigeren Segment gute Optionen: Die Küchenrollen Happy End von Penny und S-Budget von Spar erreichten jeweils 60 Punkte und wurden mit dem Prädikat gut & günstig ausgezeichnet.
Hinweise zur Lebensmittelsicherheit
Ein zentraler Punkt im Test war der Nachweis von Bisphenolen. Während Frischzellstoffprodukte frei von diesen Stoffen sind, wurden sie in allen Recyclingprodukten nachgewiesen. Bisphenole gelten als fortpflanzungsschädigend und können in Kontakt mit warmen, fetthaltigen Lebensmitteln übergehen. Von der Verwendung von Recycling-Küchenrollen für Lebensmittel wird daher abgeraten. Besonders problematisch: Das Produkt Floralys von Lidl trägt das Glas-Gabel-Symbol, ist jedoch mit Bisphenolen belastet.