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Flat Tax Petition Österreich – Online-Petition für 10 Prozent Steuer auf Überstunden auf Tastatur dargestellt
Flat Tax Petition: Initiative für 10 % Steuer auf Überstunden soll Mehrarbeit in Österreich wieder attraktiver machen.
Flat Tax Petition: Initiative für 10 % Steuer auf Überstunden soll Mehrarbeit in Österreich wieder attraktiver machen.
Zerbor / shutterstock

Flat Tax Petition: 10 % Steuer auf Überstunden sorgt für Debatte in Österreich

30.04.2026 um 14:51, Stefanie Hermann
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Flat Tax Petition gestartet: Familienbetriebe fordern 10 % Steuer auf Überstunden. Ziel ist mehr Netto, mehr Anreiz und stärkere Leistungsbereitschaft.

Mit einer neuen Flat Tax Petition erhöhen Österreichs Familienbetriebe den Druck auf die Bundesregierung. Die Initiative startet am „Tag der Arbeit“ und fordert eine klare steuerliche Entlastung für Überstunden. Konkret sollen zusätzliche Arbeitsstunden künftig nur noch mit 10 Prozent besteuert werden. Ziel ist es, Mehrarbeit wieder attraktiver zu machen und die Leistungsbereitschaft im Land zu stärken.

Überstunden brechen ein: Zahlen zeigen deutlichen Rückgang

Laut aktuellen Daten ist die Zahl der Überstunden in Österreich massiv gesunken. Im Jahr 2024 wurden rund 168,9 Millionen Über- und Mehrstunden geleistet – weniger als halb so viele wie 2007 mit 368 Millionen Stunden. Auch der Anteil der Beschäftigten, die überhaupt Überstunden leisten, ist deutlich zurückgegangen: von über 24 Prozent auf nur noch rund 13 Prozent.

Für die Initiatoren ist das ein klares Warnsignal. „Österreich arbeitet nicht zu wenig – vielmehr lohnt sich Mehrarbeit für viele schlicht nicht mehr. Sinkende Überstundenzahlen sind damit auch ein Signal für ein Steuersystem, das Leistungsanreize zu wenig belohnt“, sagt Thomas Perdolt, Geschäftsführer der Initiative Österreich 2040.

10 Prozent Flat Tax: Mehr Netto für Mehrarbeit

Im Zentrum der Flat Tax Petition steht ein konkretes Steuer-Modell: Zuschlagspflichtige Überstunden sollen mit einem reduzierten Steuersatz von 10 Prozent besteuert werden. Die Regelung soll für bis zu 20 Überstunden pro Monat gelten und auf Vollzeitbeschäftigte beschränkt sein.

Zusätzlich sollen Zuschläge steuerfrei bleiben. Die Abwicklung soll automatisch über die Lohnverrechnung erfolgen und damit unbürokratisch sein.

Die Initiatoren sehen darin einen direkten Hebel für mehr Netto vom Brutto. „Wer Vollzeit arbeitet, hat seinen Beitrag zum Sozialstaat geleistet. Wer darüber hinaus mehr arbeitet, muss auch mehr davon behalten dürfen“, heißt es vonseiten der Initiative.

Kritik am System: Hohe Abgaben bremsen Leistung

Ein zentraler Kritikpunkt ist die hohe Abgabenbelastung in Österreich. Viele Beschäftigte hätten das Gefühl, dass sich zusätzlicher Einsatz finanziell kaum auszahlt.

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten werde dieses Problem zunehmend spürbar. Überstunden würden häufig ähnlich hoch besteuert wie reguläres Einkommen, der tatsächliche Mehrverdienst schrumpft deutlich.

Die Flat Tax Petition soll hier gegensteuern und gezielt Anreize für zusätzliche Arbeit schaffen.

Wirtschaftlicher Effekt: Mehr Kaufkraft und Flexibilität

Neben der Entlastung für Arbeitnehmer erwarten sich die Initiatoren auch positive Effekte für die Wirtschaft. Mehr Netto würde die Kaufkraft stärken und den Konsum ankurbeln. Gleichzeitig könnte die Maßnahme Unternehmen helfen, flexibler auf Arbeitsbedarf zu reagieren und dem Fachkräftemangel damit ein Stück weit entgegen zu wirken.

Kritik und offene Fragen: Flat Tax unter Druck

Die vorgeschlagene Reform ist jedoch nicht unumstritten. Kritiker warnen vor möglichen Einnahmenverlusten für den Staat. Zudem besteht die Sorge, dass reguläre Arbeitszeit in Überstunden verlagert werden könnte.

Die Initiative hält dagegen und verweist auf klare Grenzen im Modell, wie die Deckelung auf 20 Stunden pro Monat. Diese sollen Fehlanreize verhindern.

Quellen und weiterführende Informationen

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