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Markus Gstöttner neuer ÖVP Generalsekretär neben Bundeskanzler Christian Stocker bei Pressekonferenz der Volkspartei in Wien
Christian Stocker präsentiert Markus Gstöttner als neuen Generalsekretär der ÖVP bei einer Pressekonferenz in Wien.
Christian Stocker präsentiert Markus Gstöttner als neuen Generalsekretär der ÖVP bei einer Pressekonferenz in Wien.
APA-Images / APA / MAX SLOVENCIK

Markus Gstöttner wird neuer ÖVP-Generalsekretär: Wer der Kurz-Vertraute ist

08.07.2026 um 13:27, Stefanie Hermann
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Polit-Paukenschlag in der ÖVP: Markus Gstöttner wird der neue ÖVP-Generalsekretär. Wer der Kurz-Vertraute ist und warum jetzt alles auf Mobilisierung steht.

Die Entscheidung ist gefallen: Markus Gstöttner wird neuer Generalsekretär der ÖVP. Bundeskanzler und Parteichef Christian Stocker hat die Personalie offiziell bestätigt. Gstöttner übernimmt die Funktion mit 1. August und folgt damit auf Nico Marchetti, der überraschend seinen Rücktritt angekündigt hat.

Der 39-jährige Wiener gilt als enger Vertrauter mehrerer ÖVP-Spitzenpolitiker und bringt sowohl politische als auch wirtschaftliche Erfahrung in die neue Funktion ein. Mit dem Wechsel will die Volkspartei nach einer Phase der Stabilisierung nun wieder stärker in die Offensive gehen. Stocker spricht von einer „Phase der Mobilisierung“, die Gstöttner einleiten soll.

Wer ist Markus Gstöttner?

Markus Gstöttner gilt als erfahrener Stratege mit starkem Hintergrund in Politik und Wirtschaft. Der gebürtige Wiener hat an der London School of Economics studiert und anschließend als Unternehmensberater gearbeitet, unter anderem beim internationalen Beratungsunternehmen McKinsey.

Sein Einstieg in die Politik erfolgt 2017. Damals holt ihn Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz ins Team. Rasch steigt Gstöttner im Bundeskanzleramt auf und wird wirtschaftspolitischer Berater sowie später stellvertretender Kabinettschef.

Karriere zwischen Kanzleramt und Privatwirtschaft

In den folgenden Jahren arbeitet Gstöttner unter mehreren ÖVP-Kanzlern. Nach Kurz ist er auch unter Alexander Schallenberg und Karl Nehammer tätig. Unter Nehammer übernimmt er schließlich die Rolle des Kabinettschefs.

Parallel dazu sammelt er politische Erfahrung im Wiener Gemeinderat, dem er von 2020 bis 2025 angehört. Danach wechselt er wieder in die Privatwirtschaft, bevor ihn Stocker Anfang 2026 zurück ins Kanzleramt holt. Dort leitet Gstöttner zuletzt die „Stabstelle Reformpartnerschaft“. Intern gilt er als wichtiger strategischer Kopf.

Klare Linie und politischer Anspruch

Seinen neuen Posten bezeichnet Gstöttner selbst als „große Ehre“. Gleichzeitig betont er die Verantwortung in einer Zeit politischer Umbrüche. Demokratie und Rechtsstaat dürften „nie für selbstverständlich gehalten werden“, so der designierte Generalsekretär.

Inhaltlich kündigt der 39-Jährige eine klare, aber respektvolle Linie an. Wenn nötig wolle er „klare Kante“ zeigen, gleichzeitig aber vor allem überzeugen. Sein Leitmotiv formuliert er in Anlehnung an Nico Marchettis Rücktrittserklärung so: „Im Inhalt der Bihänder, im Ton die feinere Klinge.“

Ein politisches Mandat auf Bundesebene hat Gstöttner aktuell nicht, was seine öffentliche Rolle zusätzlich herausfordernd machen könnte.

Herausforderung für die ÖVP

Gstöttner übernimmt die Funktion in einer schwierigen Phase. Die Volkspartei liegt in aktuellen Umfragen deutlich hinter der Konkurrenz und steht intern wie extern unter Druck, ihr Profil zu schärfen.

Auch die Rolle des Generalsekretärs selbst gilt als besonders anspruchsvoll. Beobachter sprechen immer wieder von einem „undankbaren Job“, da die Position sowohl interne Machtfragen als auch öffentliche Kommunikation vereinen muss. Sein Vorgänger Nico Marchetti war zuletzt parteiintern zunehmend in der Kritik gestanden.

Mit Gstöttner setzt die Parteiführung nun auf Managementerfahrung, strategisches Denken und neue Dynamik. Ob es ihm gelingt, die Partei tatsächlich zu mobilisieren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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