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Karin Kneissl blickt nachdenklich bei einer Veranstaltung, sie steht wegen umstrittener Aussagen über Österreich in der Kritik, vor einer großen Österreich-Flagge
Ex-Außenministerin Kneissl sorgt mit Aussagen über Österreich erneut für Aufsehen.
Ex-Außenministerin Kneissl sorgt mit Aussagen über Österreich erneut für Aufsehen.
APA-Images / REUTERS / Anton Vaganov ; MarkUK97 / iStock

Ex-FPÖ-Ministerin: "Kein Zufall, dass Hitler aus Österreich kam"

23.01.2026 um 14:35, Stefanie Hermann
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Die in Russland lebende Ex-Außenministerin Karin Kneissl sorgt erneut für Empörung. Sie vergleicht Österreicher mit „Hyänen“ und wiederholt ihren Hitler-Sager.

Karin Kneissl, einst von der FPÖ nominierte Außenministerin, sorgt erneut mit drastischen Worten über ihre Heimat für Aufsehen. In einem Interview auf dem YouTube-Kanal „Brücke nach Osten“ vergleicht sie die Menschen in Österreich mit „Hyänen“ und wiederholte frühere Aussagen, wonach es „kein Zufall“ sei, dass Adolf Hitler aus Österreich kam.

Österreicher sind Hyänen

„Wenn ich etwas vermisse aus Europa, dann Frankreich, nicht Österreich. In Frankreich waren die Menschen menschlich, in Österreich Hyänen“, sagt Kneissl in dem mehr als eine Stunde dauernden Video.

Die 59-Jährige lebt seit rund eineinhalb Jahren in einem Dorf in der russischen Region Rjasan, wo sie laut eigenen Angaben ein „neues Kapitel“ aufgeschlagen hat. Bereits 2024 hatte sie Österreich als Land „voller Kleingeistigkeit, Neid und Minderwertigkeitskomplexe“ bezeichnet.

Karin Kneissl knickst im Brautgleid vor Putin, dieser küsst ihr dafür die gereichte Hand.
Bei ihrer Hochzeit in Gamlitz knickste Kneissl vor Putin.

„Kein Zufall, dass Hitler aus Österreich kam“

Sie habe in einem Dorf erlebt, „wie sich Menschen gegen mich wandten“. Diese Erfahrung habe sie zu der Überzeugung gebracht, „dass es kein Zufall war, dass Hitler aus Österreich kam“. Es ist nicht das erste Mal, dass Kneissl den drastischen Zusammenhang herstellt. Schon vor zwei Jahren hatte sie die gleichen Worte in einem anderen YouTube-Interview verwendet – damals mit massiver Kritik als Folge.

Politik reagiert empört

Die Aussagen haben in Wien parteiübergreifend Empörung ausgelöst. „Die FPÖ-Politikerin Kneissl schmückt sich weiter mit dem Titel ,ehemalige Außenministerin Österreichs‘ und tingelt auf Putins Kosten durch russische Propagandastudios mit einem einzigen Ziel: Österreicher zu beleidigen und unser schönes Land und seine Menschen schlechtzureden“, kritisiert NEOS-Klubobmann Yannick Shetty.

Auch ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti findet scharfe Worte für die Ex-Ministerin: „Da sieht man, wie schnell es mit dem Patriotismus der Kickl-FPÖ vorbei ist. Sobald Russland ruft, gibt es statt Austria First nur noch Russia today.“

Shetty spricht von „blauer Doppelmoral“ und fordert Aufklärung über Kneissls Tätigkeit in Russland. Auch aus der ÖVP kommt der Vorwurf, die FPÖ habe sich nie von Kneissl distanziert. Parteichef Herbert Kickl, einst Regierungspartner Kneissls, äußerte sich bisher nicht zu den jüngsten Aussagen.

Vom Außenamt in die Kreml-Nähe

Karin Kneissl war von 2017 bis 2019 Außenministerin in der Regierung Kurz I. Zwar wurde Kneissl von der FPÖ nominiert, der Partei angehört hat sie allerdings nie. Zweifelhafte internationale Aufmerksamkeit erlangte sie durch ihren Tanz mit Wladimir Putin bei ihrer Hochzeit in der Südsteiermark. Nach ihrem Ausscheiden aus der Politik zog es sie zunächst nach Frankreich, später in den Libanon. Seit 2023 lebt die ehemalige Journalistin in Russland, wo sie den staatsnahen Thinktank GORKI leitet. Sie selbst bezeichnet sich als „politischen Flüchtling“ und sagt: „Österreich vermisst mich jedenfalls nicht.“

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