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Beate Meinl-Reisinger informiert beim BMEIA über Evakuierung von Österreichern aus der Nahost-Krisenregion
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger informiert über die Sicherheitslage im Nahen Osten und Maßnahmen zur Evakuierung von Österreichern aus der Krisenregion.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger informiert über die Sicherheitslage im Nahen Osten und Maßnahmen zur Evakuierung von Österreichern aus der Krisenregion.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

Raketenangriffe und Evakuierung: Mehr Flüge aus Nahost nach Österreich

09.03.2026 um 13:57, Stefanie Hermann
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Sicherheitsupdate des BMEIA: Über 1.300 Ausreisen aus der Nahost-Krisenregion unterstützt. Mehr Linienflüge verfügbar, Reisewarnungen bleiben aufrecht.

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt. Das BMEIA hat ein aktuelles Sicherheitsupdate veröffentlicht. Demnach wurden bereits über 1.300 Ausreisen von Österreichern aus der Nahost-Krisenregion unterstützt. Gleichzeitig nimmt das Angebot an Linienflügen zu, wodurch immer mehr Menschen die Evakuierung von Österreichern aus der Krisenregion individuell organisieren können.

Nahost-Krise: BMEIA meldet Fortschritte bei Evakuierung österreichischer Staatsbürger

Der Krisenstab des BMEIA tagt seit dem 28. Februar täglich, um die Sicherheitslage in der Krisenregion im Nahen Osten laufend zu bewerten und Ausreisemöglichkeiten zu koordinieren. „Die oberste Priorität des BMEIA ist die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher“, erklärt das Außenministerium. Gleichzeitig warnt die Behörde: „Die Lage bleibt in der gesamten Region gefährlich.“

Reisewarnungen für zahlreiche Staaten im Nahen Osten

In mehreren Staaten der Region kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Das BMEIA ruft daher alle Betroffenen auf, die Anweisungen lokaler Behörden strikt zu befolgen.

Eine Reisewarnung gilt derzeit für folgende Länder:

  • Bahrain
  • Irak
  • Iran
  • Israel
  • Jordanien
  • Katar
  • Kuwait
  • Libanon
  • Syrien
  • Vereinigte Arabische Emirate

Für Oman und Saudi-Arabien gilt aktuell Sicherheitsstufe 3, was ein hohes Sicherheitsrisiko bedeutet.

Mehr Linienflüge aus der Krisenregion verfügbar

Eine wichtige Entwicklung betrifft die Ausreise aus der Nahost-Krisenregion. Laut Außenministerium stehen inzwischen wieder mehr Linienflüge nach Österreich und Europa zur Verfügung.

So gibt es beispielsweise täglich Verbindungen von Dubai nach Wien mit Emirates, Air Arabia und Fly Dubai. Auch Qatar Airways hat den Flugverkehr in mehrere europäische Hauptstädte wieder aufgenommen. Das Ministerium ruft Betroffene dazu auf, diese Verbindungen möglichst rasch zu nutzen und direkt mit Fluglinien oder Reiseveranstaltern Kontakt aufzunehmen.

Über 1.300 Ausreisen unterstützt – vier Rückholflüge organisiert

Seit Beginn der Krise hat das BMEIA umfangreiche Maßnahmen zur Evakuierung von Österreichern aus der Krisenregion organisiert. Insgesamt wurden mehr als 1.300 Ausreisen mit Bussen und gecharterten Flugzeugen unterstützt.

Besonders schutzbedürftige Personen konnten über vier Rückholflüge nach Österreich gebracht werden. Insgesamt wurden mehr als 800 Menschen aus Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeflogen. Darunter befanden sich unter anderem Schwangere, Familien mit kleinen Kindern und kranke Personen.

Auch internationale Kooperation spielte eine wichtige Rolle. Mehr als 100 Österreicherinnen und Österreicher konnten mit Unterstützung europäischer Partnerstaaten ausreisen. Erst gestern landete ein Flug aus Maskat in Wien, der weitere 47 Personen nach Österreich brachte.

Botschaften betreuen Österreicher vor Ort

Die österreichischen Botschaften in der Region stehen weiterhin im Dauereinsatz. Gemeinsam mit Teams des Bundesheeres betreuen sie Österreicherinnen und Österreicher vor Ort und unterstützen bei der Ausreise aus der Krisenregion im Nahen Osten.

Die Betreuung umfasst auch besonders schwierige Einzelfälle. So kümmern sich die Botschaften derzeit etwa um einen krebskranken österreichischen Staatsbürger.

Registrierungen im Krisensystem gehen zurück

Ein weiteres Zeichen für zunehmende Ausreisen ist der Rückgang der Registrierungen im System der Reiseregistrierung. Immer mehr Menschen verlassen die Krisenregion im Nahen Osten inzwischen eigenständig über Linienflüge.

Da diese individuellen Ausreisen erst sichtbar werden, wenn sich Betroffene aus dem System austragen, ruft das Außenministerium dazu auf, die Deregistrierung nach erfolgter Ausreise möglichst rasch vorzunehmen.

Außenministerium rund um die Uhr erreichbar

Das BMEIA steht weiterhin rund um die Uhr mit registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in Kontakt. Unterstützung erhalten die Botschaften dabei von Teams des Bundesheeres und des Innenministeriums.

Österreicherinnen und Österreicher in der Region werden dringend gebeten, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, aktuelle Medienberichte zu verfolgen und Informationen auf der Website des Außenministeriums zu prüfen.

Für Notfälle ist das Außenministerium rund um die Uhr unter der Notfallnummer +43 1 90115 4411 erreichbar.

Quellen und weiterführende Informationen

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA): Offizielle Sicherheitsupdates, Reisewarnungen und Informationen zur Lage im Nahen Osten. www.bmeia.gv.at

Reiseregistrierung der Republik Österreich: Plattform zur Registrierung österreichischer Staatsbürger im Ausland, damit Botschaften im Krisenfall rasch Kontakt aufnehmen können. www.reiseregistrierung.at

OTS – Originaltextservice: Presseaussendungen österreichischer Institutionen, darunter aktuelle Sicherheitsupdates des Außenministeriums. www.ots.at

Europäischer Auswärtiger Dienst (EEAS): Informationen zur Sicherheitslage im Nahen Osten und zur Zusammenarbeit europäischer Staaten in Krisensituationen. www.eeas.europa.eu

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