5 Tipps für graue Haare: So bringen Sie Ihr Grau zum Strahlen

Graue Haare machen alt? Das ist ein Vorurteil, denn längst nicht jede Frau lässt der silbrige oder weiße Schimmer im Haar älter wirken. Stars wie Brigitte Schrowange oder Meryl Streep machen mit ihren ungefärbten Trendlooks vor, wie frau selbstbewusst zu grauen Haaren steht. Auch biologisch gesehen bedeuten die ersten grauen Haare erstmal gar nichts: Manche Frauen entdecken schon in ihren Dreißigern beim Blick in den Spiegel einen "Silberstreifen am Horizont", andere erst mit Sechzig.

Was das Ja zum Grau leichter macht

Zum Glück gelten heute einige althergebrachte Vorstellungen nicht mehr. Früher war das Styling von grauen Haaren  auf  eine Einheitslänge und einen bestimmten Look reduziert, nämlich kinnlang und brav geföhnt. Heute kann man als Grauhaarige jede Frisur tragen! Ob schulterlang und länger, raspelkurz oder wellig, zum Pferdeschwanz gebunden oder mit Stirnfransen - der Typ steht im Mittelpunkt und nicht das ergraute Haar.

Hübsche Frau mit langen grauen Haaren und Pferdeschwanz

Erstmal heißt es durchhalten

Wer die grauen Ansätze in seinem Haar nicht mehr färben will, steht vor mehreren Herausforderungen: Wie gehe ich mit den allerersten grauen Haaren um? Wie komme ich gut durch die Übergangsphase? Hilfe, jetzt gefällt mir der Grauton nicht? Warum wirken die grauen Haare viel trockener und spröder? Und muss ich mich nun anders schminken? Hier kommen die Antworten!

1. Hilfe, ich werde grau

Jetzt bloß nicht auf die Idee kommen, einzelne graue oder weiße Haare einfach auszureißen... Wenn es sich nur um wenige graue Haare handelt, sind Farbshampoos oder Tönungen eine feine Sache. Diese auswaschbaren Produkte erzeugen einen schönen Farbschimmer und verändern den Typ nicht, wenn man eine Nuance wählt, die der eigenen Haarfarbe entspricht.

2. Die Übergangsphase

Ist wirklich eine Herausforderung. Moderatorin Birgit Schrowange hat etwa zehn Monate eine Perücke getragen, bis ihr graues Haar die gewünschte Länge erreicht hatte. Alternative: ein wirklich kurzer Kurzhaarschnitt, um gefärbte Längen loszuwerden. Möglichkeit drei: die (dunkle) Ausgangsfarbe aufhellen und so den Kontrast mildern. Blondinen haben hier einen klaren Vorteil!

 

3. Das Grau gefällt mir nicht

Leider hat nicht jedes Haar das strahlende Grau, das man bei den 50+ Models in der Werbung sieht. Es wirkt eher stumpf, "mausgrau" eben. Hier können helle  Strähnchen ihre Wirkung entfalten. Das Haar wirkt leuchtender, der Eindruck weicher. Ohje, doch wieder Farbe? Ja - aber nur etwa alle drei Monate!

4. Früher waren meine Haare nicht so störrisch

Dass sich graues Haar widerspenstig oder geradezu borstig anfühlt, liegt an mangelnder Feuchtigkeit. Intensive Pflege tut Not. Waschen am besten mit Shampoos ohne Tenside, Parabene oder Silikone, Pflegen mit Feuchtigkeitsmasken, Stylen mit fettfreien Cremes.

5. Was ist mit dem Make-Up?

Wichtigster Tipp: Auch Grauhaarige sollten ihre Augenbrauen färben und stylen, denn sie geben dem Gesicht Kontur. Bei der Foundation eher zu helleren Nuancen greifen als früher - dunkel macht alt. Etwas Rouge unter die Wangenknochen und Lipgloss in die Mitte der Unterlippe tupfen, auch das lässt Sie jung und frisch wirken. Trotz, nein, mit grauen Haaren!

Autor: Andrea Schröder, 23.02.2021