Paukenschlag: Pius Strobl freigestellt – ORF zieht Konsequenzen
- Hinweise auf mögliches Fehlverhalten
- ORF betont: Keine Vorverurteilung
- Einflussreicher Manager im Fokus
- Bestverdiener im ORF
Der ORF sorgt am Montag für einen personellen Knalleffekt: Pius Strobl wird mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das berichtet zunächst das Nachrichtenmagazin „profil“. Der ORF bestätigt die Freistellung kurz darauf gegenüber Medien.
Der öffentlich-rechtliche Sender verweist auf laufende Untersuchungen rund um mögliche Compliance-Verstöße.
Hinweise auf mögliches Fehlverhalten
Auslöser der Entscheidung sind mehrere Meldungen, die in den vergangenen Wochen bei der internen Compliance-Stelle eingegangen sind. Dabei geht es um den Verdacht auf mögliches Fehlverhalten von Pius Strobl. Die Freistellung gilt als übliche Maßnahme, um interne Untersuchungen unbeeinflusst durchführen zu können.
„Bei der ORF-Compliance-Stelle sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Hinweise beziehungsweise Meldungen im Hinblick auf ein mögliches Fehlverhalten von Pius Strobl eingegangen“, erklärt der ORF. Konkrete Details zu den Vorwürfen wurden bislang nicht veröffentlicht.
ORF betont: Keine Vorverurteilung
Die Freistellung erfolgt laut Sender ausdrücklich nicht als Schuldspruch. Vielmehr soll damit sichergestellt werden, dass die laufenden Ermittlungen unabhängig durchgeführt werden können.
„Diese Maßnahme erfolgte, um eine unvoreingenommene und unbeeinflusste Durchführung der Untersuchung durch die ORF-Compliance-Stelle sicherzustellen, und stellt keine Vorverurteilung dar“, heißt es seitens des ORF.
Einflussreicher Manager im Fokus
Pius Strobl zählt seit Jahren zu den prägendsten einflussreichsten Figuren innerhalb des ORF-Managements. Er wurde einst von Ex-Generaldirektor Alexander Wrabetz in den Sender geholt und war zunächst als Kommunikationschef tätig.
In weiterer Folge verantwortete er mehrere zentrale Großprojekte, darunter den Eurovision Song Contest 2015 in Wien sowie das milliardenschwere Bau- und Sanierungsprojekt am ORF-Zentrum.