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Armin Wolf im Studio, der ZiB2-Moderator hat mit scharfer Kritik an Eva Schütz für Wirbel im ORF gesorgt.
Armin Wolf sorgt mit scharfer Kritik an Eva Schütz für Wirbel rund um die ORF-Wahl.
Armin Wolf sorgt mit scharfer Kritik an Eva Schütz für Wirbel rund um die ORF-Wahl.
Hans Leitner / First Look / picturedesk.com

"Rassistische Fake-News-Schleuder": Wolf attackiert ORF-Bewerberin

08.06.2026 um 12:58, Stefanie Hermann
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Armin Wolf greift Eva Schütz scharf an. Droht ein Verstoß gegen den ORF-Ethikkodex? Alle Hintergründe zur brisanten ORF-Wahl und dem Posting.

Kurz vor der Entscheidung über die ORF-Führung sorgt ein Posting von ZiB2-Moderator Armin Wolf für Aufsehen. Auf der Plattform Bluesky kritisiert er Kandidatin Eva Schütz scharf und stellt ihre Eignung für den Posten der Generaldirektorin infrage. Die Entscheidung über die neue ORF-Führung fällt bereits in den kommenden Tagen.

Armin Wolfs Posting zu Eva Schütz

"Der stv. Vorsitzende des Stiftungsrats ist offenbar der Meinung, dass die Herausgeberin einer rechten, rassistischen Fake News-Schleuder (…) als ORF-Generaldirektorin geeignet ist“, so Armin Wolf. Anlass ist die Nominierung von Schütz durch den stellvertretenden Stiftungsratschef Gregor Schütze für das Hearing.

Der stv. Vorsitzende des Stiftungsrats ist offenbar der Meinung, dass die Herausgeberin einer rechten, rassistischen Fake News-Schleuder (die praktisch täglich den ORF diffamiert und Millionenverluste produziert) als ORF-Generaldirektorin geeignet ist. Es macht mich ratlos.

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— Armin Wolf (@arminwolf.at) 6. Juni 2026 um 12:28

Kritik aus Politik und ORF-Umfeld

Aus mehreren politischen Lagern kommt scharfe Kritik. FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker bezeichnet das Posting als „unerträgliche Anmaßung“, Parteichef Herbert Kickl sieht Aussagen, die „an Überheblichkeit und Scheinheiligkeit nicht zu überbieten“ seien.

Auch innerhalb des ORF wird der Fall diskutiert. Ein Insider hält fest, dass das Posting als „einseitige Stimmungsmache“ gewertet werden könnte.

ORF-Ethikkodex rückt in den Fokus

Seit 2024 gelten strenge Regeln für Mitarbeiter, insbesondere auf Social Media. Demnach sind einseitige politische Stellungnahmen sowie demonstrative Sympathie oder Antipathie gemäß des ORF-Ethikkodex' untersagt.

Gerade im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt dieses Neutralitätsgebot als besonders sensibel, da der ORF zur Ausgewogenheit verpflichtet ist. ORF-Journalisten müssen auch auf privaten Profilen objektiv, unparteiisch und unabhängig auftreten. Kritiker sehen diese Grundsätze durch Wolfs Aussagen gefährdet.

Westenthaler fordert Prüfung

ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler hat den Fall mittlerweile offiziell gemeldet. In einem Schreiben fordert er die Prüfung eines möglichen Verstoßes gegen den Ethikkodex. Öffentliche Äußerungen dürften keine Zweifel an Objektivität oder Unabhängigkeit des ORF aufkommen lassen, argumentiert er.

Schütz kontert und prüft rechtliche Schritte

Eva Schütz reagiert ebenfalls deutlich auf die Attacke. Sie spricht von einem „peinlichen Posting“ und sieht darin Nervosität innerhalb des ORF. Gleichzeitig steht eine mögliche Klage im Raum – insbesondere wegen der Bezeichnung als „rassistische Fake-News-Schleuder“. Juristisch könnte der Vorwurf der Ehrenbeleidigung oder Kreditschädigung eine Rolle spielen.

Wolf weist Kritik zurück

Armin Wolf selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück. Er verweist darauf, dass seine Wortwahl begründet sei. „Herr Westenthaler und die FPÖ sind sehr entrüstet, dass ich Frau Schütz als Herausgeberin einer ‚rassistischen‘ Website bezeichnet habe“, schreibt Wolf und verweist auf Inhalte der Plattform von Eva Schütz, die seine Einschätzung untermauern würden.

Die Bezeichnung als „Fake News-Schleuder“ sei durch zahlreiche dokumentierte Beispiele gedeckt. Diese würden seit Monaten öffentlich gesammelt und belegt.

Zudem betont der ZiB2-Moderator, dass er sich an die internen Regeln halte: „Denn selbstverständlich achte ich bei meinen Postings stets auf die Social-Media-Leitlinien des ORF.“

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