Buckelwal Timmy: So wollen sie jetzt sein Leben retten
- Mega-Rinne soll Buckelwal Timmy retten
- So soll Wal Timmy transportiert werden
- Behörden bremsen den Rettungsplan
- Zustand von Buckelwal Timmy leicht stabilisiert
Die Rettung von Buckelwal Timmy zieht sich weiter hin. Das gestrandete Tier vor der Insel Poel kann frühestens am Sonntag oder Montag bewegt werden. Der Grund: Die aufwendigen Vorbereitungen für den neuen Rettungsplan sind noch nicht abgeschlossen.
Seit mittlerweile 25 Tagen steckt der rund zwölf Tonnen schwere Wal in der Ostsee fest. Die Zeit drängt, doch die Helfer setzen alles auf eine technisch anspruchsvolle Lösung.
Mega-Rinne soll Buckelwal Timmy retten
Kern des neuen Plans ist eine riesige Rinne, die vom Liegeplatz des Wals bis ins tiefe Fahrwasser führt. Insgesamt soll sie 110 Meter lang, zehn Meter breit und zwei Meter tief werden.
Ein Teil ist bereits geschafft: Rund 40 Meter wurden ausgebaggert, weitere Abschnitte sollen folgen. Erst wenn die Rinne vollständig ist, kann Buckelwal Timmy aktuell überhaupt bewegt werden.
Der Wal liegt derzeit in einer künstlich geschaffenen Kuhle. Diese wurde notwendig, weil der Wasserstand zuvor so stark gesunken ist, dass das Tier von seinem eigenen Gewicht bedroht war.
So soll Wal Timmy transportiert werden
Sobald die Rinne fertig ist, kommt der nächste heikle Schritt: Buckelwal Timmy aktuell soll mit einem Netz angehoben und in die Rinne gezogen werden.
Anschließend ist ein Transport mit einer sogenannten Barge geplant. Dabei handelt es sich um einen großen, absenkbaren Lastkahn, der den Buckelwal im Wasser hält und von Schleppern gezogen wird.
Ziel ist es, den geschwächten Wal zurück in den Atlantik zu bringen. Die Barge soll eigens aus dem Raum Hamburg zur Einsatzstelle gebracht werden.
Behörden bremsen den Rettungsplan
Noch gibt es jedoch ein großes Problem: Für das aktuelle Konzept fehlt weiterhin die endgültige Genehmigung. Laut Verantwortlichen muss der Plan noch überarbeitet werden.
Eine frühere Variante mit Pontons wurde bereits verworfen, weil wichtige Zulassungen für den Seeverkehr gefehlt haben.
Zustand von Buckelwal Timmy leicht stabilisiert
Trotz der dramatischen Lage gibt es auch vorsichtige Hoffnung. Der Zustand von Buckelwal Timmy hat sich zuletzt leicht stabilisiert.
Laut Tierärztin wirkt das Tier derzeit überraschend ruhig. Auch die Haut habe sich etwas verbessert. Beobachter berichten, dass der Wal regelmäßig atmet und sein Schnaufen teilweise bis an die Küste zu hören ist.
Dennoch bleibt die Lage kritisch. Experten warnen, dass unklar ist, ob der geschwächte Wal die aufwendige Rettung überhaupt übersteht.