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Thomas Letsch: Der Deutsche betreute die Mannschaft in 56 Spielen mit einem Punkteschnitt von 1,55.
Thomas Letsch wurde mit sofortiger Wirkung als Trainer des FC Red Bull Salzburg freigestellt.
Thomas Letsch wurde mit sofortiger Wirkung als Trainer des FC Red Bull Salzburg freigestellt.
Andreas Schaad/FC Red Bull Salzburg

Trainer-Aus: Red Bull Salzburg trennt sich von Letsch

18.02.2026 um 08:34, Yunus Emre Kurt
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Trainerwechsel in Salzburg: Thomas Letsch ist nicht mehr Chefcoach der Roten Bullen. Nach nur einem Jahr zieht der Klub die Reißleine.

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Der FC Red Bull Salzburg zieht die Reißleine: Thomas Letsch ist nicht mehr Cheftrainer der Mozartstädter. Der 57-jährige Deutsche wurde am Mittwoch offiziell von seinen Aufgaben entbunden. Auch Co-Trainer Kai Hesse verlässt den Klub.

Letsch hatte das Traineramt mit Jahresbeginn 2025 übernommen. In insgesamt 56 Pflichtspielen betreute er die Mannschaft und kam dabei auf einen Punkteschnitt von 1,55 pro Partie. Nach dem jüngsten 1:1-Unentschieden beim GAK am vergangenen Sonntag endet seine Amtszeit nun vorzeitig.

„Neue Impulse erforderlich“

Sport-Geschäftsführer Marcus Mann erklärte die Entscheidung in einem offiziellen Statement: „In den ersten sechs Wochen meiner Tätigkeit habe ich mir einen umfassenden Überblick über die sportlichen Leistungen sowie die Entwicklungen der vergangenen zwölf Monate verschafft. Nach sorgfältiger Analyse bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass für den FC Red Bull Salzburg neue Impulse erforderlich sind.“

Damit ist klar: Die Verantwortlichen sehen die sportliche Entwicklung nicht im Einklang mit den eigenen Ansprüchen. Salzburg, jahrelang Serienmeister und Dominator im heimischen Fußball, steht aktuell unter Druck, national wie international.

Man betonte dennoch den respektvollen Umgang mit dem scheidenden Trainer: „Wir danken Thomas Letsch für seine engagierte Arbeit und seinen Einsatz für unseren Klub und wünschen ihm alles Gute.“ Gleichzeitig kündigte er an, dass bereits an einer Nachfolgelösung gearbeitet werde. Eine Entscheidung soll „zeitnah“ verkündet werden.

Letsch: „Intensive Zeit“

Auch Thomas Letsch selbst meldete sich zu Wort. Der Deutsche zeigte sich trotz der Trennung professionell: „Ich bedanke mich für eine intensive Zeit beim FC Red Bull Salzburg, die nun leider zu Ende geht.“ Er verwies darauf, dass er den Klub in einer schwierigen Phase übernommen habe. „Wir sind in einer schwierigen Situation zum Klub gekommen, und auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist, übergeben wir eine intakte Mannschaft mit der großen Chance, beide nationalen Titel zu gewinnen.“

Damit deutet Letsch an, dass sportlich weiterhin Potenzial vorhanden sei. „Dafür wünsche ich dem Team sowie dem Klub viel Glück und alles Gute.“

Wohin steuert Salzburg?

Die Trennung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt der Saison. Red Bull Salzburg kämpft weiterhin um nationale Titel – die Mannschaft befindet sich also mitten im Wettbewerb. Umso wichtiger wird die rasche Präsentation eines Nachfolgers sein, um Unruhe zu vermeiden. Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist offen. In Salzburg ist man bekannt dafür, strategisch zu planen, Überraschungen sind jedoch nie ausgeschlossen.

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