Slalom Damen Olympia: ÖSV-Damen im Rückstand
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Österreichs Ski-Frauen stehen im letzten alpinen Bewerb dieser Olympischen Winterspiele unter Druck. Nach dem ersten Durchgang im Slalom von Cortina d’Ampezzo liegen Katharina Huber und Co. im Hintertreffen, die Medaillenränge sind zwar nicht außer Reichweite, erfordern aber eine starke Aufholjagd im zweiten Lauf.
Huber hält ÖSV-Hoffnungen am Leben
Beste Österreicherin nach dem ersten Durchgang ist Katharina Huber. Die Team-Kombi-Olympiasiegerin liegt auf Rang neun und hat 0,55 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz. Angesichts der engen Abstände im Slalom ist das durchaus eine Ausgangsposition, aus der im Finale noch vieles möglich ist.
Nur sieben Hundertstel hinter Huber klassiert sich Katharina Truppe auf Rang zehn. Auch sie darf sich im zweiten Lauf noch berechtigte Hoffnungen machen, zumindest in Richtung Top fünf vorzustoßen. Die Piste in Cortina präsentierte sich anspruchsvoll, Rhythmuswechsel und knifflige Passagen forderten den Läuferinnen alles ab.
Für Katharina Gallhuber (+2,57 Sekunden) und Lisa Hörhager (+3,00) hingegen ist der Traum von Edelmetall nach schweren Fehlern im ersten Durchgang wohl geplatzt. Beide verloren in entscheidenden Torpassagen viel Zeit und haben mit der Entscheidung um Gold, Silber und Bronze voraussichtlich nichts mehr zu tun.
Shiffrin mit Machtdemonstration
An der Spitze setzte einmal mehr Mikaela Shiffrin ein Ausrufezeichen. Der US-Superstar zeigte eine Woche nach ihrer Enttäuschung in der Team-Kombination eine beeindruckende Reaktion. Mit einem technisch nahezu perfekten Lauf übernahm sie klar die Führung.
Shiffrin liegt 0,82 Sekunden vor der Deutschen Lena Dürr, die ebenfalls stark unterwegs war und sich in Lauerstellung brachte. Rang drei belegt überraschend die junge Schwedin Cornelia Öhlund (+1,00), die mit einer couragierten Fahrt für Furore sorgte.
Gerade Shiffrins Auftritt unterstreicht einmal mehr ihre Klasse. In Drucksituationen scheint die mehrfache Olympiasiegerin besonders aufzublühen. Ihre Linienwahl, das Timing im Steilhang und die saubere Ausfahrt aus den Schlüsselstellen machten den Unterschied.
Alles offen im Finale
Trotz des Rückstands ist für die ÖSV-Frauen noch nichts verloren. Im Slalom können sich die Verhältnisse im zweiten Lauf schnell ändern. Ein aggressiver, aber kontrollierter Angriff könnte Huber oder Truppe noch nach vorne spülen – zumal die Abstände hinter Shiffrin vergleichsweise eng sind. Die Entscheidung fällt ab 13:30 Uhr. Dann wird sich zeigen, ob Österreich im letzten alpinen Bewerb dieser Spiele doch noch über eine Slalom-Medaille jubeln darf, oder ob Mikaela Shiffrin ihrer Favoritenrolle endgültig gerecht wird.