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Hossam Hassan zeigt beim WM-2026-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten die umstrittene X-Geste, die anschließend eine FIFA-Untersuchung auslöste.
Die X-Geste von Ägyptens Teamchef Hossam Hassan nach dem WM-Achtelfinale gegen Argentinien sorgt weltweit für Diskussionen. Die FIFA soll den Vorfall nun prüfen.
Die X-Geste von Ägyptens Teamchef Hossam Hassan nach dem WM-Achtelfinale gegen Argentinien sorgt weltweit für Diskussionen. Die FIFA soll den Vorfall nun prüfen.
APA-Images / AFP Getty / BUDA MENDES

WM-Eklat: Das bedeutet die rätselhafte X-Geste von Ägyptens Teamchef

08.07.2026 um 11:04, Jovana Borojevic
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X-Geste bei der WM: Die rätselhafte Geste von Ägyptens Teamchef Hossam Hassan sorgt nach dem Achtelfinale gegen Argentinien für weltweite Diskussionen.

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WM 2026: Die X-Geste von Ägyptens Teamchef Hossam Hassan sorgt nach dem dramatischen Achtelfinale gegen Argentinien weltweit für Wirbel. Was das umstrittene Handzeichen bedeutet, warum sich nun sogar die FIFA damit beschäftigen soll und weshalb Erinnerungen an José Mourinho wach werden.

WM 2026: Argentinien gegen Ägypten endet mit Eklat

Das WM-2026-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten sorgt auch einen Tag nach dem Schlusspfiff für hitzige Diskussionen. Zwar zog Argentinien nach einem spektakulären 3:2-Sieg ins Viertelfinale ein, doch im Mittelpunkt steht inzwischen die X-Geste von Ägyptens Teamchef Hossam Hassan. Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung zeigte der 59-Jährige ein auffälliges Handzeichen, das seitdem weltweit für Spekulationen sorgt.Britischen Medien zufolge soll die FIFA den Vorfall nun genauer prüfen.

Für Ägypten war das Achtelfinale besonders bitter. Ägypten führte bereits mit 2:0 und standen mit einem Bein im Viertelfinale. Doch Argentinien kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Als Enzo Fernández in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:2 erzielte, explodierten auf der ägyptischen Bank die Emotionen.

Der große Ärger begann allerdings schon wenige Sekunden zuvor. Nach einem Zweikampf um Mohamed Salah forderten die Ägypter lautstark einen Elfmeter. Schiedsrichter François Letexier ließ jedoch weiterspielen. Im direkten Gegenzug erzielte Argentinien den Siegtreffer und besiegelte das WM-Aus der Ägypter.

Hossam Hassan zeigt umstrittene X-Geste

Mitten im Chaos rückte Hossam Hassan in den Mittelpunkt. Nachdem ihm Schiedsrichter Letexier wegen seiner heftigen Proteste die Gelbe Karte gezeigt hatte, verschränkte der ägyptische Teamchef seine Handgelenke zu einer auffälligen X-Geste.

Die Geste war nur wenige Sekunden zu sehen, verbreitete sich aber innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Netzwerken. Seitdem fragen sich Fußballfans auf der ganzen Welt, was die X-Geste von Hossam Hassan eigentlich bedeutet.

Das bedeutet die X-Geste bei der FIFA

Die X-Geste kann im Fußball zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen haben und genau deshalb sorgt sie derzeit für so viel Aufsehen.

Nach den aktuellen FIFA-Richtlinien ist das Verschränken der Handgelenke ein offizielles Signal, mit dem Spieler, Trainer oder Offizielle rassistische oder religiöse Beleidigungen auf dem Spielfeld melden können. Zeigt ein Beteiligter dieses Handzeichen, kann der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen und das entsprechende FIFA-Protokoll einleiten.

Doch die X-Geste besitzt noch eine zweite Bedeutung. Im Fußball wird sie seit Jahren auch als Symbol für "gefesselte Hände" verstanden. Damit soll ausgedrückt werden, dass sich eine Mannschaft durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt fühlt oder ihr der Sieg genommen wurde. Genau diese Interpretation sorgt nach dem WM-Krimi zwischen Argentinien und Ägypten nun für heftige Diskussionen.

FIFA untersucht die X-Geste von Hossam Hassan

Britischen Medien zufolge beschäftigt sich die FIFA inzwischen mit dem Vorfall. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, welche Botschaft Hossam Hassan mit seiner X-Geste tatsächlich senden wollte.

Sollte der ägyptische Nationaltrainer tatsächlich einen möglichen Fall von Rassismus oder religiöser Diskriminierung gemeldet haben, würde seine X-Geste unter das offizielle FIFA-Protokoll fallen. Sollte die Disziplinarkommission die Geste jedoch als indirekten Vorwurf gegen Schiedsrichter oder Turnierverantwortliche werten, könnten ihm empfindliche Sanktionen drohen.

José Mourinho machte dieselbe X-Geste berühmt

Die Szene erinnert viele Fußballfans sofort an José Mourinho. Der damalige Trainer von Inter Mailand zeigte 2010 ebenfalls eine X-Geste und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass seine Mannschaft aus seiner Sicht von Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt werde.

Die Folgen waren damals erheblich. Mourinho wurde für drei Spiele gesperrt und zusätzlich mit einer Geldstrafe belegt. Genau deshalb wird der aktuelle Fall um Hossam Hassan nun besonders aufmerksam verfolgt.

X-Geste: Diese Strafe droht Hossam Hassan

Wie brisant die Situation war, zeigte auch die Reaktion seines Bruders und Co-Trainers Ibrahim Hassan. Er eilte sofort zu Hossam Hassan und drückte dessen Arme nach unten, offenbar um weitere Konsequenzen zu verhindern. Nach einem längeren Gespräch mit Schiedsrichter Letexier blieb der ägyptische Teamchef zwar auf der Bank und sah keine Rote Karte, doch die Bilder seiner X-Geste gingen längst um die Welt.

Sollte die FIFA zu dem Schluss kommen, dass Hossam Hassan mit seiner X-Geste Manipulationsvorwürfe gegen Schiedsrichter oder Turnierverantwortliche andeuten wollte, drohen dem 59-Jährigen eine Sperre, eine Geldstrafe und weitere Disziplinarmaßnahmen. Das bittere WM-Aus gegen Argentinien könnte für den ägyptischen Nationaltrainer damit noch ein langes Nachspiel haben.

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