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Cornelia Hütter jubelt im Ziel von Cortina über Bronze im Super G der Damen bei Olympia 2026
Federica Brignone gewinnt Gold im Super G der Damen bei Olympia 2026. Cornelia Hütter holt Bronze, während Ariane Rädler das Podest hauchdünn verpasst
Federica Brignone gewinnt Gold im Super G der Damen bei Olympia 2026. Cornelia Hütter holt Bronze, während Ariane Rädler das Podest hauchdünn verpasst
APA-Images / AFP / STEFANO RELLANDINI

Nächste Medaille: ÖSV-Dame rast aufs Podest

12.02.2026 um 12:54, Marcel Toifl
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Federica Brignone gewinnt Gold im Super G der Damen bei Olympia 2026. Cornelia Hütter holt Bronze, während Ariane Rädler das Podest hauchdünn verpasst.

Der Super G der Damen bei Olympia-2026 in Cortina d’Ampezzo entwickelte sich zu einem hochdramatischen Ausscheidungsrennen. Eine tückische Kurssetzung zwang zahlreiche Top-Athletinnen zu massiven Korrekturen oder führte zum vorzeitigen Aus. Federica Brignone raste mit einer fehlerfreien Fahrt zu Gold. sicherte Cornelia Hütter Österreich die Bronzemedaille – nur eine Hundertstelsekunde vor ihrer Teamkollegin Ariane Rädler.

Start und Kurs der Damen auf der Tofane

Auf der legendären „Olimpia delle Tofane“ stand am Donnerstag der letzte Speed-Bewerb der Damen bei dieser Olympia-Ausgabe auf dem Plan. Punkt 11:30 Uhr erfolgte der Start auf 2.195 Metern Seehöhe. Der Kurs, gespickt mit 43 Toren, verlangte den Fahrerinnen auf dem Weg ins Ziel (1.560 m) alles ab.

Besonders der Mittelabschnitt definierte den Super G: Enge Torabfolgen, aggressive Geländeübergänge und unvorhersehbare Wellen machten eine saubere Linienführung nahezu unmöglich. Wer hier das Tempo verlor oder die Linie zu weit anlegte, fand sich schnell abseits der Ideallinie wieder.

Favoritensterben im Olympia Super G

Die Italienerin Laura Pirovano setzte mit einer frühen Startnummer eine beachtliche Richtzeit, doch das Rennen wurde schnell von zahlreichen Stürzen und Torfehlern überschattet. Für viele Medaillenanwärterinnen endete dieser Olympia-Tag vorzeitig:

  • Kira Weidle: Verpasste nach einem Fahrfehler im Mittelteil ein Tor.
  • Mirjam Puchner: Schied nach einer missglückten Linie aus.
  • Emma Aicher: Geriet in Rücklage und verfehlte die nächste Richtungsänderung.
  • Sofia Goggia und Ester Ledecka: Beide scheiterten an der aggressiven Kurssetzung.

Auch die US-Amerikanerin Breezy Johnson stürzte schwer, konnte die Strecke aber glücklicherweise aus eigener Kraft verlassen.

Gold für Brignone, Bronze für den ÖSV

Die Entscheidung um Gold im Damen Super G fiel mit Startnummer sechs. Federica Brignone meisterte den technischen Mittelteil mit beeindruckender Geschmeidigkeit und rettete ihren Vorsprung über die Zielgerade. Mit einer Zeit von 1:23,41 setzte sie sich an die Spitze. Die Französin Romane Miradoli sicherte sich mit 0,41 Sekunden Rückstand Silber.

Aus österreichischer Sicht sorgte Cornelia Hütter für Jubel. Trotz kleinerer Zeitverluste im unteren Abschnitt reichte ihre Fahrt für Platz drei (+0,52). Das Drama perfekt machte Ariane Rädler: Sie landete mit nur 0,53 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz – lediglich eine winzige Hundertstelsekunde trennte sie vom Olympia-Podest.

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