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Skirennläuferin Federica Brignone lächelt nach ihrem Olympiasieg 2026 in Cortina d’Ampezzo
Private Einblicke bei Federica Brignone: Die Olympiasiegerin schöpft nach ihrem schweren Sturz Kraft aus der Familie und ihrem Freund Davide im Aostatal.
Private Einblicke bei Federica Brignone: Die Olympiasiegerin schöpft nach ihrem schweren Sturz Kraft aus der Familie und ihrem Freund Davide im Aostatal.
APA-Images / AFP / MARCO BERTORELLO

Gold-Brignone privat: für diesen Mann schlägt ihr Herz

12.02.2026 um 13:43, Marcel Toifl
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Federica Brignone feiert bei Olympia 2026 ein historisches Gold-Comeback. Abseits der Piste genießt die Ittalienerin das Leben mit ihrem Freund.

Zehn Monate liegen zwischen Operationssaal und Olympiasieg. Im April 2025 lag Federica Brignone nach einem schweren Sturz mit Trümmerbrüchen im Krankenhaus – im Februar 2026 steht sie in Cortina ganz oben auf dem Podest. Privat führt sie mit ihrem Freund eine glückliche Beziehung Wer ist die Frau hinter dem Erfolg? Ein Blick auf Brignone zeigt eine Athletin, deren Leben schon immer im Rhythmus des Winterschlags stand.

Aufgewachsen zwischen Torstangen

„Ich habe meine ersten Skier mit eineinhalb Jahren angezogen. Kinder ahmen ihre Eltern nach, und ich habe auf meine Eltern geschaut, die Skimeister waren“, erzählt Brignone im Interview mit Silvia Toffanin bei Verissimo. Der Sport ist bei Federica Brignone Familiensache: Ihre Mutter Maria Rosa Quario war selbst eine erfolgreiche Rennläuferin. „Meine Mutter hat mir nie das Gefühl gegeben, dass sie eine Meisterin war, sie hat mir nie diesen Druck gemacht“, erinnert sich Federica.

Neben Mutter Maria prägte auch Vater Daniele ihren Weg, der ihr erster Trainer war, sie aber auch zum Klettern motivierte. Heute ist ihr Bruder Davide ihr wichtigster Partner im Weltcup-Zirkus. „Er ist seit acht Jahren mein Trainer“, sagt Brignone. Davide ergänzt im Gespräch mit Il Messaggero: „Unsere Umarmung ist alles. Wir teilen viele Dinge, wir kennen den ganzen Aufwand.“

Der lange Weg nach oben

Seit ihrem Debüt 2007 hat sich Brignone zur erfolgreichsten italienischen Skifahrerin entwickelt. Mit 37 Weltcupsiegen und zwei Gesamtweltcup-Titeln brach sie nationale Rekorde. Nach Doppel-Medaillen in Saalbach 2025 schien ihr Weg vorgezeichnet – bis zum verhängnisvollen Sturz.

Der Sturz von Val di Fassa

Am 3. April 2025 änderte sich alles. Brignone erlitt bei den italienischen Meisterschaften einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss. Die Teilnahme an Olympia 2026 in Cortina d’Ampezzo stand auf der Kippe. Es folgten Monate der Rehabilitation und Unsicherheit, die sie jedoch mit eiserner Disziplin überwand.

Gold auf heimischem Schnee

Am 12. Februar 2026 vollendete sie ihr „Wunder von Cortina“. Im Super-G raste sie mit Startnummer sechs zu einer Zeit von 1:23,41 Minuten. Weder die starke Konkurrenz noch die tückische Kurssetzung konnten sie stoppen. Mit 35 Jahren komplettierte Brignone ihre olympische Sammlung aus Gold, Silber und Bronze.

Privat zwischen Rückzug und Öffentlichkeit

Abseits der Piste genießt Federica Brignone privat die Ruhe im Aostatal. Nachdem sie acht Jahre lang mit dem französischen Abfahrer Nicolas Raffort liiert war, hat sie heute ein neues Glück gefunden. Ihr aktueller Freund heißt ebenfalls Davide und ist ein langjähriger Weggefährte ihres Bruders. „Mein Freund ist ein Freund meines Bruders. Mit ihm mache ich ganz andere Dinge als Skifahren“, verrät sie schmunzelnd. Dieser Ausgleich zum harten Profisport scheint das Geheimnis ihrer langen und erfolgreichen Karriere zu sein.

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