Olympia: Schwerer Sturz auf Snowboard-Halfpipe
- Sturz von Liu Jiayu: Verkanten nach Frontside 900
- Erstversorgung in der Halfpipe und Abtransport
- Liu Jiayu: Gesundheitszustand weiter offen
- Sportlicher Rahmen der Halfpipe-Qualifikation
- Düstere Vorgeschichte im Snowboard-Lager
Bei den Olympischen Winterspielen 2026: Snowboard-Halfpipe der Frauen ist es in der Qualifikation in Livigno zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Die Chinesin Liu Jiayu ist am Ende ihres zweiten Runs gestürzt und hat sich am Kopf verletzt. Sie rutschte mehrere Meter durch die Pipe und blieb regungslos liegen.
Sturz von Liu Jiayu: Verkanten nach Frontside 900
Liu Jiayu setzte in ihrem zweiten Durchgang zur Halfpipe-Qualifikation zu einem Frontside 900 an. In der Luft wirkte der Sprung stabil, doch bei der Landung verkantete ihr Snowboard. Die 33-Jährige verlor die Kontrolle und schlug mit dem Kopf hart auf den Schnee auf. Die Ersthelfer waren binnen Sekunden an der Unfallstelle.
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Erstversorgung in der Halfpipe und Abtransport
Die medizinische Erstversorgung von Liu Jiayu nach dem Sturz dauerte rund sieben Minuten. Die Helfer stabilisierten Liu auf einer Vakuummatratze und fixierten sie auf einer Trage. Anschließend wurde sie in einem Rettungsschlitten aus der Anlage gebracht. Das Publikum applaudierte beim Abtransport. Ob Liu zu diesem Zeitpunkt wieder bei Bewusstsein war, ist unklar.
Liu Jiayu: Gesundheitszustand weiter offen
Zum Gesundheitszustand der Olympiazweiten von 2018 und Weltmeisterin von 2019 gibt es aktuell keine offiziellen Angaben. Die Verbandsärzte nannten vor Ort keine Details. Auch eine Einschätzung zu möglichen Untersuchungen sind aktuell ausstehend.
Sportlicher Rahmen der Qualifikation
Sportlich bestätigte die Qualifikation in der Snowboard-Halfpipe, die ohne Österreicherinnen über die Bühne ging, die Favoritin. Chloe Kim aus den USA erzielte bereits im ersten Run 90,25 Punkte und setzte damit die Bestmarke. Ihre Schulterverletzung beeinträchtigte sie nicht; eine Operation will sie nach den Spielen durchführen lassen. Dahinter lag die Japanerin Sara Shimizu mit 87,50 Punkten.
Düstere Vorgeschichte im Snowboard-Lager
Der Sturz von Liu war nicht der einzige schwere Zwischenfall der olympischen Snowboard-Woche. Bereits am Montag war der Australier Cameron Bolton im Training gestürzt. Eine Untersuchung ergab zwei stabile Halswirbelfrakturen. Er wurde in ein Mailänder Krankenhaus geflogen. Laut australischer Delegation geht es ihm „den Umständen entsprechend gut“. Die Snowboard-Bewerbe stehen damit früh unter einem dunklen Stern.