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Die Goldmedaillengewinner in der Frauen-Teamkombination, Ariane Rädler (l.) und Katharina Huber
Ariane Rädler und Katharina Huber: Jubel im Austria House nach dem überraschenden Gold-Coup.
Ariane Rädler und Katharina Huber: Jubel im Austria House nach dem überraschenden Gold-Coup.
APA-Images / APA / HANS KLAUS TECHT

Rädler und Huber: So wild feierten die ÖSV-Stars

11.02.2026 um 09:53, Yunus Emre Kurt
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Ariane Rädler und Katharina Huber gewinnen überraschend Olympia-Gold in der Team-Kombination. Im Austria House bricht danach eine rot-weiß-rote Mega-Party aus.

Mit dieser Medaille hatte selbst der kühnste Optimist nicht gerechnet und doch steht am Ende Olympia-Gold für Österreich. Ariane Rädler und Katharina Huber triumphieren bei der Premiere der Team-Kombination in Cortina d’Ampezzo und sorgen damit für einen der emotionalsten Momente dieser Winterspiele.

Ein Gold-Coup, den niemand erwartete

Die Ausgangslage war klar: Rädler und Huber galten nicht als Favoritinnen. Doch genau das machte ihren Triumph so besonders. Mit einer starken Abfahrt und einem nervenstarken Slalom sicherten sich die beiden ÖSV-Athletinnen sensationell die Goldmedaille.

Die Premiere der Team-Kombination entwickelte sich damit zu einem echten Olympia-Märchen, mit Österreich ganz oben auf dem Podest.

„Team 95“ schreibt Geschichte

Schon im Vorfeld war über Spitznamen gescherzt worden. Am Ende blieb vor allem einer hängen: „Team 95“. Beide Athletinnen sind Jahrgang 1995 und dieser Jahrgang wird nun zum Gold-Jahrgang.

Für Katharina Huber ist es bereits die zweite Olympia-Goldmedaille. 2022 in Peking gewann sie im Parallel-Team-Bewerb, damals allerdings ohne selbst im Rennen gestanden zu sein. Dieses Mal war sie mittendrin und maßgeblich am Erfolg beteiligt.

Erfolg trotz fehlender Weltcup-Siege

Was den Triumph zusätzlich außergewöhnlich macht: Weder Rädler noch Huber haben bislang ein Weltcuprennen gewonnen. Huber wartet sogar noch auf ihren ersten Einzel-Podestplatz im Weltcup. Rädler stand immerhin zweimal auf dem Podium.

Doch Olympia schreibt eigene Geschichten. „Olympische Spiele haben ihre eigenen Gesetze“, brachte es ÖSV-Damenchef Roland Assinger auf den Punkt. Genau dieses Gesetz schlug diesmal zugunsten des Außenseiterinnen-Duos aus.

Vom Rückschlag zum Triumph

Gerade für beide Athletinnen ist Gold auch ein persönlicher Meilenstein. Katharina Huber musste zuletzt mit sportlichen Rückschlägen umgehen, blieb jedoch mental stark. Ariane Rädler kämpfte sich nach mehreren schweren Verletzungen, darunter vier Kreuzbandrisse, immer wieder zurück in den Weltcup.

Ihre Goldmedaille ist deshalb nicht nur sportlicher Erfolg, sondern auch Symbol für Durchhaltevermögen und mentale Stärke.

Mega-Party im Austria House

Nach der Medaillenübergabe verwandelte sich das Austria House in eine rot-weiß-rote Feierzone. Fans, Familien und Betreuer lagen sich in den Armen. Zu „Völlig losgelöst“ und „Sierra Madre“ wurde geschunkelt, getanzt und gefeiert.

Was als Außenseiterinnen-Story begann, endete als einer der emotionalsten Momente dieser Winterspiele. Der Gold-Coup von Rädler und Huber wird noch lange in Erinnerung bleiben.

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