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Snowboarder Cameron Bolton springt während eines Trainingslaufs in Livigno; kurz darauf verletzte sich der Australier bei den Olympischen Winterspielen 2026 schwer am Halswirbel.
Snowboarder Cameron Bolton stürzte im Training für die Olympischen Winterspiele 2026 in Livigno schwer und erlitt zwei Halswirbelfrakturen.
Snowboarder Cameron Bolton stürzte im Training für die Olympischen Winterspiele 2026 in Livigno schwer und erlitt zwei Halswirbelfrakturen.
APA-Images / EXPA / Freshfocus

Genickbruch: Schwerer Sturz im Snowboard-Training

12.02.2026 um 09:50, Anna Kirschbaum
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Livigno: Snowboarder Cameron Bolton stürzt im Training der Olympischen Winterspiele 2026 schwer. Diagnose: zwei Halswirbelfrakturen, keine Lebensgefahr.

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 hat der australische Snowboarder Cameron Bolton einen schweren Trainingsunfall erlitten. Der 35-Jährige kam am Montag im Training in Livigno zu Sturz und klagte anschließend über starke Nackenschmerzen. Die Untersuchungen am Dienstag lieferten einen schaurigen Befund: doppelter Genickbruch. Damit ist Boltons Olympia-Abenteuer in Mailand-Cortina beendet, noch bevor es richtig begonnen hat.

Diagnose nach schwerem Sturz

Nach dem Unfall wurde Bolton zunächst vor Ort behandelt, ehe er zur weiteren Bildgebung in ein Mailänder Krankenhaus verlegt wurde. Laut dem Australischen Olympischen Komitee (AOC) befindet er sich dort in stabiler Verfassung. Eine Lebensgefahr besteht nicht. Ärzte diagnostizierten zwei stabile Brüche im Halswirbelbereich.

Gesundheitszustand nach Genickbruch

Für vorsichtige Entwarnung sorgte Alisa Camplin, Chefin der australischen Delegation und frühere Freestyle-Olympiasiegerin. „Cam wollte, dass seine Teamkollegen informiert sind und sie wissen lassen, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und er gut umsorgt wird“, so Camplin. Laut Camplin werde der Snowboarder umfassend betreut: „Ich bin stolz auf das Maß an Fürsorge.“ Auch Boltons Ehefrau ist inzwischen bei ihm im Krankenhaus.

Cameron Bolton: Karriere und sportlicher Hintergrund

Cameron Bolton gehört seit Jahren zur Weltspitze im Snowboardcross. Bei der Weltmeisterschaft 2025 im Engadin gewann er mit Partnerin Mia Clift die Silbermedaille im Mixed-Team-Bewerb. Die Spiele in Italien wären seine vierte Olympia-Teilnahme nach 2014, 2018 und 2022 gewesen. Für die Qualifikation am Donnerstag wurde nun James Johnstone, ein Olympiadebütant, nachnominiert.

Weitere Verletzungen im australischen Team

Boltons Unfall ist nicht der einzige Rückschlag, den das australische Snowboard-Team hinnehmen muss. Misaki Vaughan, 20 Jahre alt, stürzte bei einem Trainingslauf in der Halfpipe und zog sich eine Kopfverletzung zu. Sie darf für sieben Tage nicht starten und verpasst somit ebenfalls die Qualifikation. Damit verliert Australien innerhalb weniger Tage zwei seiner stärksten Athletinnen und Athleten im Snowboard-Lager.

Schwere Stürze bei Olympia

Der Unfall von Cameron Bolton reiht sich in eine Serie schwerer Stürze bei den Olympischen Winterspielen 2026 ein. Innerhalb weniger Tage wurden damit gleich mehrere Wettbewerbe von ernsten Unfällen überschattet – ein düsteres Kapitel dieser bislang von Verletzungen geprägten Spiele. 

Ski-Legende Lindsey Vonn, die trotz Kreuzbandriss bei der Abfahrt der Frauen an den Start ging, zog sich einen offenen Unterschenkelbruch zu. 

Snowboarderin Liu Jiayu ist in der zweiten Qualifikationsrunde der Frauen am Mittwoch in der Halfpipe schwer gestürzt und wurde regungslos aus der Pipe abtransportiert. Ihr Zustand ist aktuell unklar.

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