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Lindsey Vonn will trotz Kreuzbandriss bei Olympia 2026 starten.
Lindsey Vonn plant einen Start bei Olympia 2026 trotz Kreuzbandriss.
Lindsey Vonn plant einen Start bei Olympia 2026 trotz Kreuzbandriss.
APA-Images / Keystone / CLAUDIO THOMA

Ärzte warnen: Lindsey Vonn riskiert ihre Zukunft

05.02.2026 um 09:11, Yunus Emre Kurt
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Lindsey Vonn plant einen Start bei Olympia 2026 in Italien trotz Kreuzbandriss. Mediziner schlagen Alarm und warnen vor Langzeitschäden.

Olympia 2026 rückt näher und eine Entscheidung von Lindsey Vonn sorgt für heftige Debatten. Trotz eines bestätigten Kreuzbandrisses hält die Ski-Legende an ihrem Startplan fest. Während Vonn auf Erfahrung und Willenskraft setzt, warnen Ärzte eindringlich vor massiven gesundheitlichen Risiken. Der Fall entwickelt sich zu einem der meistdiskutierten Themen im Vorfeld von Olympia 2026.

Lindsey Vonns Entscheidung sorgt für Diskussionen

Lindsey Vonn ist bekannt dafür, Grenzen zu verschieben. Doch ihr Plan, trotz Kreuzbandriss bei den Olympischen Winterspielen anzutreten, sorgt selbst im Skizirkus für Kopfschütteln. Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin nimmt ein hohes Risiko in Kauf und stößt damit auf scharfe Kritik aus medizinischen Kreisen.

Kreuzbandriss kurz vor Olympia

Die 41-Jährige gibt die Diagnose wenige Tage vor dem geplanten Start bekannt. Bei der Abfahrt von Crans-Montana hat sich Vonn einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Dennoch hält Lindsey Vonn an ihrem Ziel fest, bei Olympia 2026 an den Start zu gehen.

„Ich weiß, dass meine Chancen geringer sind. Aber solange es eine Möglichkeit gibt, versuche ich es“, erklärt Vonn.

Medizinische Warnungen werden lauter

Aus ärztlicher Sicht stößt dieser Plan auf massive Bedenken. Dr. Kourosh Modaressi, orthopädischer Chirurg an der Uniklinik Zürich, spricht von einer extremen Belastungssituation. Er warnt, dass ein Start mit instabilem Knie zu schweren Meniskus- und Knorpelschäden führen könne.

Besonders problematisch sei die Vorgeschichte: Das rechte Knie ist bereits operiert, nun fehlt links die Stabilität. „Das gesamte System gerät aus dem Gleichgewicht“, erklärt der Mediziner. Ärzte warnen, dass langfristige Folgen wie Arthrose oder sogar ein künstliches Kniegelenk drohen könnten.

Warum Vonn kaum Schmerzen spürt

Dass Lindsey Vonn aktuell vergleichsweise wenig Schmerzen angibt, erklären Mediziner mit ihrer außergewöhnlich starken Muskulatur. Diese kann das instabile Knie kurzfristig stabilisieren. Doch genau darin liegt die Gefahr.

„Das Ziel nach einem Kreuzbandriss ist Alltagstauglichkeit – nicht Hochleistungssport“, betont Modaressi. Unter Wettkampfbelastung könne die muskuläre Kompensation jederzeit versagen.

„Kein vernünftiger Arzt würde das empfehlen“

Auch der renommierte Kniechirurg Artur Trost äußert scharfe Kritik. Ein Sturz könne die Schutzfunktion der Muskeln sofort ausschalten. Die möglichen Folgen reichen von zusätzlichen Bandverletzungen über Knochenbrüche bis hin zu massiven Knorpelschäden.

Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Kein vernünftiger Arzt würde Lindsey Vonn einen Start bei Olympia 2026 mit Kreuzbandriss empfehlen.“

Vonn setzt auf Erfahrung und Vertrauen

Trotz aller Warnungen hält Lindsey Vonn an ihrem Plan fest. Die Strecke in Cortina d’Ampezzo gilt als ihre Paradestrecke, 13 Siege feierte sie dort in ihrer Karriere. Dieses Vertrauen in ihre Erfahrung soll ihr Sicherheit geben.

Vonn plant, mit einer stabilisierenden Orthese zu fahren. Angst habe sie keine, sagt sie selbst: „Ich war immer eine Abenteurerin.“ 

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