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Der Dopingfall rund um Rebecca Passler sorgt vor Olympia 2026 für Unruhe.
Kurz vor Olympia 2026 erschüttert ein Dopingfall den Biathlon.
Kurz vor Olympia 2026 erschüttert ein Dopingfall den Biathlon.
APA-Images / PA / Gianluca Ricci

Olympia 2026: Dopingfall sorgt für Wirbel

05.02.2026 um 08:15, Yunus Emre Kurt
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Kurz vor Olympia 2026 erschüttert ein Dopingfall Italiens Biathlon-Team. Rebecca Passler ist gesperrt, nun prüft auch die Staatsanwaltschaft den Fall.

Wenige Tage vor Olympia 2026 sorgt ein Dopingfall für massive Unruhe im italienischen Spitzensport. Ausgerechnet Biathletin Rebecca Passler, eine Hoffnungsträgerin für die Heimspiele, ist vorläufig gesperrt. Der Dopingfall trifft Italien zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt und wirft einen Schatten auf die Vorbereitung auf Olympia 2026.

Ein Schock wenige Tage vor Olympia

Der Zeitpunkt des Dopingfalls könnte kaum dramatischer sein. Nur wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele wird bekannt, dass Rebecca Passler aufgrund eines positiven Befunds nicht startberechtigt ist. Für das italienische Biathlon-Team bedeutet das einen herben Rückschlag.

Zusätzlich schaltet sich nun die Staatsanwaltschaft Bozen ein. Ziel ist es, den Sachverhalt rund um den Dopingfall aufzuklären. Dabei betonen die Behörden ausdrücklich, dass es sich vorerst um eine Prüfung und nicht um ein Strafverfahren handelt.

Keine Ermittlungen gegen die Athletin

Die Staatsanwaltschaft stellt klar, dass aktuell nicht gegen Rebecca Passler selbst ermittelt wird. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die noch offenen Analysen, insbesondere die Auswertung der B-Probe. Erst danach wird entschieden, ob weitere rechtliche Schritte notwendig sind.

Sportlich sind die Konsequenzen jedoch bereits Realität: Passler ist gesperrt und darf bei Olympia 2026 vorerst nicht an den Wettkämpfen teilnehmen.

Verbotene Substanz bei Kontrolle entdeckt

Der Dopingfall basiert auf einer positiven Probe bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs. Nachgewiesen wurde Letrozol, eine Substanz, die seit 2008 auf der Liste der verbotenen Mittel steht. Medizinisch kommt sie unter anderem in der Krebstherapie zum Einsatz, im Leistungssport kann sie jedoch leistungssteigernde Effekte haben.

Eine öffentliche Stellungnahme der Athletin liegt bislang nicht vor. Auch ihr Umfeld äußert sich nicht, was die Unsicherheit rund um den Dopingfall weiter verstärkt.

Unterschiedliche Stimmen zum Verdachtsfall

Während Doping-Experten den Fall kritisch bewerten, mahnen Sportfunktionäre zur Zurückhaltung. CONI-Präsident Alex Tabarelli spricht von einer schwierigen Situation und warnt vor Vorverurteilungen. Er betont, man müsse abwarten, bis alle Fakten vorliegen.

Gerade im Vorfeld von Olympia 2026 sei Sensibilität gefragt, da für die betroffene Athletin sportlich und persönlich viel auf dem Spiel stehe.

Olympia-Traum vorerst geplatzt

Ob Rebecca Passler doch noch bei Olympia 2026 starten kann, hängt von einem möglichen Eilverfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS ab. Nur ein rascher und erfolgreicher Einspruch könnte ihr eine Teilnahme ermöglichen. Bislang ist dieser Schritt jedoch nicht erfolgt.

 

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