Erstes Update: So geht es Vonn nach Horror-Sturz
- Dramatischer Sturz: Vonn rutscht aus eigener Kraft ins Ziel
- Update: Verletzungsverdacht am voroperierten Knie
- Abbruch-Krimi: „50 Prozent im Netz ist nicht gut“
Nach dem heftigen Sturz von Lindsey Vonn in Crans-Montana warten Anhänger auf ein medizinisches Update. Die 41-Jährige, die mit einer Knie-Prothese fährt, sorgte bei der Abfahrt in der Schweiz für dramatische Szenen. Eine erste Stellungnahme zu ihrem Zustand kommt von ihrem Trainer.
Dramatischer Sturz: Vonn rutscht aus eigener Kraft ins Ziel
Lindsey Vonn war mit gewohnt hohem Risiko unterwegs, als sie im unteren Streckenabschnitt nach einem weiten Sprung die Kontrolle verloren hat. Die Kameras fingen ein Wechselbad der Gefühle ein: Erst der harte Einschlag, dann die Erleichterung, als die US-Amerikanerin wieder auf den Beinen stand. Im Live-Kommentar des ZDF ordnet Moderatorin Amelie Stiefvatter die Situation zunächst hoffnungsvoll ein: „Die gute Nachricht: Lindsey Vonn steht und rutscht ins Ziel. Das heißt, es ist wohl nichts Schlimmeres passiert.“
Vonn winkte den klatschenden Zuschauern im Zielbereich kurz zu, bevor sie von Teamkollegin Jacqueline Wiles in Empfang genommen wurde.
Update: Verletzungsverdacht am voroperierten Knie
Trotz der Fahrt ins Ziel ist die Sorge groß, da Vonn bereits seit einiger Zeit mit einer Teil-Prothese im Kniegelenk fährt. Ein Update zu Lindsey Vonns Sturz lieferte ihr Trainer, Ski-Legende Aksel Lund Svindal, kurz nach dem Rennen im ORF. Er bestätigt Schmerzen im linken Fuß und im bereits mehrfach operierten linken Knie.
Svindal erklärt die gefährliche Passage so: „Lindsey war dann vielleicht ein bisschen spät, aber nicht so schlimm. Dann ist einfach dieser Sprung in dieses Loch viel weiter gegangen. Es ist schade, wenn man dann direkt rausfliegt, wenn man so schnell unterwegs ist.“
Zur Schwere der Verletzung bleibt er vage: „Wir sind nicht ganz sicher, sie wird jetzt untersucht. Ein bisschen Schmerzen im linken Fuß und linken Knie hat sie schon, aber ich bleibe positiv.“
Abbruch-Krimi: „50 Prozent im Netz ist nicht gut“
Nach dem Sturz der US-Ikone und weiteren Unfällen (Nina Ortlieb und Marte Monsen) zog die Rennleitung die Reißleine. Für Svindal war der Abbruch überfällig. Er kritisierte die riskante Kombination aus unruhiger Piste und aggressiver Kurssetzung scharf: „Die Absage war wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Wenn 50 Prozent im Ziel sind und 50 Prozent im Netz, das ist nicht gut.“
Die Generalprobe für Olympia endete in Crans-Montana somit im Chaos. Während die Jury das Rennen abbrach, wurde Lindsey Vonn zu genaueren Untersuchungen abtransportiert. Ein offizielles Update ihres Verbandes zur exakten Diagnose wird noch am Abend erwartet.