Glasner vor Titel-Coup: „Alle erwarten Siege“
Inhalt
- „Es fühlt sich unglaublich an“
- Glasner lobt seine Mannschaft
- Druck bei Crystal Palace enorm
- Viele Spieler erleben Premiere
- Zweiter Europacup-Titel möglich
- Historischer Erfolg möglich
Oliver Glasner steht mit Crystal Palace vor dem größten internationalen Erfolg der Klubgeschichte. Die Londoner ziehen mit einem 2:1-Heimsieg gegen Shakhtar Donetsk ins Finale der UEFA Europa Conference League ein. Nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel setzt sich Palace insgesamt mit 5:2 durch. Damit erreicht der Premier-League-Klub erstmals überhaupt ein europäisches Endspiel.
„Es fühlt sich unglaublich an“
Nach dem Finaleinzug zeigte sich Glasner stolz auf seine Mannschaft. „Es fühlt sich unglaublich an. Ich bin sehr stolz auf das Team“, erklärte der Österreicher nach dem Schlusspfiff. Seine Spieler hätten Großes geleistet und sich gegen einen starken Gegner durchgesetzt. Die „Eagles“ gingen im Rückspiel durch ein Eigentor in Führung, mussten kurz darauf aber den Ausgleich hinnehmen. Ismaila Sarr sorgte schließlich mit seinem Treffer für den entscheidenden Sieg.
Glasner lobt seine Mannschaft
Für den 51-Jährigen war es „eine herausragende Nacht“. „Wir haben gute Chancen herausgespielt und unglaublich hart für diesen Erfolg gearbeitet“, sagte Glasner. Besonders die taktische Leistung gegen die technisch starken Ukrainer hob der Palace-Coach hervor. „Shakhtar hat so viele gute, schnelle Spieler. Jeder kann dribbeln und sie überlagern die Seiten“, meinte Glasner. Trotzdem sei seine Mannschaft fokussiert geblieben und habe die Situationen gut antizipiert.
Druck bei Crystal Palace enorm
Nach dem Spiel sprach Glasner auch offen über die hohen Erwartungen der vergangenen Monate. „Jeder erwartet, dass wir gewinnen müssen“, erklärte der Österreicher. Gerade weil Crystal Palace aus der Premier League kommt, sei der Druck besonders groß gewesen. Niederlagen gegen vermeintlich kleinere Gegner wären kaum akzeptiert worden. „Klar hatten wir viel Druck“, sagte Glasner. Erst nach dem Viertelfinale habe sich die Mannschaft freier gefühlt.
Viele Spieler erleben Premiere
Für einen Großteil des Teams war die Conference League komplettes Neuland. „Ich schätze mal, 80 Prozent der Spieler haben zum ersten Mal in einem europäischen Wettbewerb gespielt“, erklärte Glasner. Genau deshalb habe die Mannschaft aus jeder Partie lernen müssen. Trotz der fehlenden Erfahrung schaffte Palace nun den historischen Finaleinzug.
Zweiter Europacup-Titel möglich
Für Glasner selbst wäre es bereits der zweite große internationale Titel als Trainer. 2022 gewann er mit Eintracht Frankfurt die Europa League gegen die Glasgow Rangers. Nun könnte er mit Crystal Palace erneut europäische Geschichte schreiben.
Historischer Erfolg möglich
Im Finale wartet am 27. Mai der spanische Klub Rayo Vallecano. Mit einem Sieg würde Glasner in einen exklusiven Kreis österreichischer Erfolgstrainer aufsteigen. Nur Ernst Happel und Béla Guttmann konnten bisher jeweils zwei Europacup-Titel gewinnen. Der Palace-Coach denkt aber vorerst nur an das Finale. „Wenn man im Finale steht, will man es natürlich gewinnen“, erklärte Glasner.
Die Vorfreude bei Crystal Palace ist riesig. „Je näher man am Finale dran ist, desto mehr will man auch wirklich dabei sein“, sagte Glasner.