Vincent Kriechmayr: Karriere-Entscheidung gefallen
Der oberösterreichische Speed-Star Vincent Kriechmayr wird seine Karriere fortsetzen. Der 34-Jährige, der nach dem Weltcupfinale 2026 seine sportliche Zukunft offen gelassen hatte, hat sich für mindestens ein weiteres Jahr im Weltcup-Zirkus entschieden.
Karriere geht weiter: Entscheidung gefallen
Gegenüber dem oberösterreichischen Privatsender LT1 gab der Doppel-Weltmeister von 2021 offiziell bekannt, dass er seine Skier noch nicht an den Nagel hängen wird. Die Motivation für den kommenden Winter ist dabei ungebrochen hoch: „Meine Karriere geht weiter. Ich möchte noch eine Saison dranhängen, eine Saison, in der ich nochmals alles, was ich habe, reinlegen werde.“
Die Bedingung um Peter Meliessnig
Noch vor wenigen Wochen knüpfte Kriechmayr eine mögliche Fortsetzung an eine klare Bedingung: Die Rückkehr seines langjährigen Konditionstrainers Peter Meliessnig zum ÖSV. Meliessnig hatte den Verband 2024 verlassen, um im Team von Lindsey Vonn zu arbeiten. Kriechmayr kritisierte damals die mangelnde Wertschätzung durch den Verband: „Schade, dass er damals nicht so wertgeschätzt wurde vom Verband.“
Obwohl Kriechmayrs Entscheidung nun steht, ist die Rückkehr des Trainers noch nicht final geklärt. Cheftrainer Marko Pfeifer bestätigte gegenüber skinews.ch jedoch das anhaltende Interesse: „Wir sind nach wie vor daran interessiert, Peter zum ÖSV zurückzuholen. Aber entschieden ist noch nichts.“
Überrascht vom großen Hype
Trotz seiner Erfolge und der Leader-Rolle im österreichischen Speed-Team zeigt sich der Mühlviertler angesichts des medialen Rummels gewohnt bodenständig. Dass sein Verbleib im Weltcup derart hohe Wellen schlägt, sieht er mit einer Prise Humor: „Ich verstehe es nicht ganz, weil ich nur mit zwei Holzbrettern den Berg runterfahre.“
Die Bilanz des Speed-Leaders
Mit 20 Weltcupsiegen und einer starken vergangenen Saison, in der er zwei Siege feierte und Zweiter in der Super-G-Wertung hinter Marco Odermatt wurde, bleibt Kriechmayr die tragende Säule des ÖSV. Dass er im Kader für die Saison 2026/27 aufscheint, dürfte für Fans und Trainer gleichermaßen eine Erleichterung sein. Sein Ziel bleibt klar: Noch einmal das Maximum aus den „zwei Holzbrettern“ herauszuholen.