Kulm schreibt Geschichte: Diese ÖSV-Stars sind am Start
Am Kulm schreiben die Nordischen Kombinierer Geschichte. Erstmals findet ein Weltcup-Bewerb auf der Skiflugschanze am Kulm in Bad Mitterndorf statt. Tausende Fans werden im Ausseerland erwartet, während das ÖSV-Team rund um Johannes Lamparter auf der Großschanze für ein sportliches Highlight sorgen will.
Kombinierer erstmals auf der Skiflugschanze
Der Kulm ist Schauplatz einer Weltcup-Premiere. Erstmals treten Kombinierer im Wettkampf auf einer Skiflugschanze an. Das Pilotprojekt soll die Attraktivität der Nordischen Kombination steigern und gilt als Test für die Zukunft der Disziplin.
Das Format ist auf Spektakel ausgelegt: Im Kompaktbewerb laufen die Athleten siebenmal am Publikum vorbei, das Ziel liegt direkt beim Schanzenauslauf. Rund 15.000 Fans werden bis Sonntag erwartet.
Lamparter und ÖSV-Team vor besonderem Bewerb
Im Mittelpunkt steht Johannes Lamparter. Der Tiroler absolvierte im Training seinen ersten Flug am Kulm und segelte trotz Nebel auf 232 Meter. Er beschreibt den Sprung als Adrenalin-Kick und fiebert der Premiere entgegen.
Neben Lamparter sind auch Stefan und Thomas Rettenegger am Start. Die sportliche Ausgangslage stimmt: Lamparter präsentiert sich in starker Sprungform, die Rettenegger-Brüder wollen beim Flug-Debüt ebenfalls angreifen.
Respekt vor der Schanze, hohe Erwartungen
Die Dimension des Kulm sorgt im Team für Respekt. Gleichzeitig betonen die Athleten die Faszination des Skifliegens. Der offizielle Schanzenrekord liegt bei 244 Metern, in der Nordischen Kombination wurde in Wettkämpfen bislang maximal 151,5 Meter erreicht.
Cheftrainer Christoph Bieler sieht den Bewerb als Highlight der Saison und hofft, dass Skifliegen künftig fixer Bestandteil im Weltcupkalender wird.
Rahmenprogramm mit Skiflug-Stars
Nach der Kombinierer-Premiere übernehmen am Wochenende die Spezialisten rund um Domen Prevc. Auch Stefan Kraft kehrt an den Kulm zurück, wo er vor zwei Jahren Skiflug-Weltmeister wurde.
Für das ÖSV-Team stehen mehrere Einzelbewerbe an. Jan Hörl muss aufgrund von Rückenproblemen passen.
Anreise, Bahnkonzept und Sicherheit
Für die erwarteten 15.000 Fans wurde ein eigenes Mobilitätskonzept erarbeitet. Die Haltestelle Tauplitz, Skiflugschanze Kulm liegt nur 300 Meter vom Gelände entfernt, zusätzliche Züge verkehren zu Stoßzeiten.
Für Sicherheit sorgt das Rote Kreuz Steiermark mit mehr als 110 Einsatzkräften. Am Schanzenauslauf steht eine eigene „Crash Crew“ bereit, zusätzlich gibt es eine Sanitätshilfsstelle und mobile Einsatzteams.