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Johannes Lamparter beim 10-Kilometer-Langlauf der Nordischen Kombination bei Olympia 2026 in Val di Fiemme, auf dem Weg zu seiner zweiten Silbermedaille.
Johannes Lamparter holt bei der Nordischen Kombination seine zweite Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2026.
Johannes Lamparter holt bei der Nordischen Kombination seine zweite Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2026.
APA-Images / AFP / TOBIAS SCHWARZ

Johannes Lamparter holt sich zweite Medaille!

17.02.2026 um 14:17, Anna Kirschbaum
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Johannes Lamparter gewinnt bei den Olympischen Spielen in Val di Fiemme erneut Silber in der Nordischen Kombination. Der Tiroler liefert ein starkes Rennen.

Johannes Lamparter gewinnt bei den Olympischen Spielen in Val di Fiemme die zweite Silbermedaille in der Nordischen Kombination. Der Tiroler wird im Bewerb von der Großschanze und über 10 Kilometer Langlauf erneut Zweiter hinter dem Norweger Jens Luraas Oftebro. Bronze sichert sich der Finne Ilkka Herola. Für Österreich ist es bereits die 16. Medaille dieser Spiele.

Johannes Lamparter: Starke Ausgangsposition nach dem Springen

Nach dem Sprungdurchgang von der Großschanze liegt Lamparter auf dem zweiten Rang. Der Tiroler startet mit einem Rückstand von nur acht Sekunden auf den führenden Japaner Ryota Yamamoto in die Loipe. Gleich zu Beginn des 10-Kilometer-Laufs setzt er auf hohes Tempo, überholt Yamamoto früh und führt das Feld in der ersten Rennhälfte an. Zwischenzeitlich vergrößert er seinen Vorsprung auf rund 15 Sekunden – ein mutiger Auftakt des Österreichers.

Doch das Rennen bleibt offen. Nach etwa fünf Kilometern schließt eine Verfolgergruppe mit Oftebro, Herola und Andreas Skoglund auf. Es entsteht eine Spitzengruppe, in der sich die drei Medaillenanwärter absetzen können. Lamparter hält das Tempo, zeigt sich kämpferisch und bleibt lange gleichauf mit dem Norweger.

Oftebro überholt Lamparter im Schlusssprint

In der letzten Runde fällt die Entscheidung. Oftebro zieht auf dem letzten Anstieg an, nutzt seine Stärke im Schlusssprint und reißt eine kleine, aber entscheidende Lücke. Lamparter versucht zu kontern, kann den Abstand jedoch nicht mehr schließen. Nach 24:50,9 Minuten erreicht er das Ziel mit 5,9 Sekunden Rückstand auf den Norweger. Bronze geht an Ilkka Herola, der 14,8 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kommt.

Lamparter enttäuscht über Silber

Lamparter wirkt im Zielbereich konzentriert, aber nicht überschwänglich. Zwar wiederholt er mit Silber sein Ergebnis von der Normalschanze, doch die Enttäuschung über den verpassten Olympiasieg schwingt mit. „Man träumt immer von einer Draufgabe“, hatte er vor dem Bewerb gesagt. Tatsächlich liefert er erneut ab, auch wenn das Gold knapp außer Reichweite bleibt.

Zweite Silbermedaille für Johannes Lamparter innerhalb einer Woche

Mit seinem zweiten Silber binnen weniger Tage bestätigt Johannes Lamparter seine Stellung als einer der besten Kombinierer der Gegenwart. Schon beim ersten Bewerb hatte er sich nur Oftebro geschlagen geben müssen. Der Tiroler beweist damit Konstanz, Kampfgeist und Nervenstärke auf höchstem Niveau. „Natürlich wäre Gold das Ziel gewesen, aber zweimal Silber bei Olympia – das ist etwas, worauf man stolz sein kann“, sagt er nach dem Rennen.

Auch im österreichischen Team herrscht Zufriedenheit. Stefan Rettenegger überzeugt mit der viertbesten Laufzeit und beendet den Bewerb als Achter. Sein Bruder Thomas Rettenegger wird Elfter. Damit platziert sich die österreichische Mannschaft geschlossen im Vorderfeld.

Am Donnerstag steht noch der Mannschaftsbewerb an – die nächste Gelegenheit für Lamparter und Co., erneut in den Medaillenkampf einzugreifen.

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