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Der ehemalige Eishockey-Profi Claude Lemieux hebt lächelnd die Hände auf dem Eis bei einer Ehrung
Trauer um den „König des Frühlings“: Der vierfache NHL-Champion Claude Lemieux ist im Alter von 60 Jahren völlig überraschend verstorben.
Trauer um den „König des Frühlings“: Der vierfache NHL-Champion Claude Lemieux ist im Alter von 60 Jahren völlig überraschend verstorben.
APA-Images / AP / Christinne Muschi

Tragisches Ende: Eishockey-Ikone ist tot

29.05.2026 um 10:40, Marcel Toifl
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Der vierfache Stanley-Cup-Sieger Claude Lemieux ist tot. Die Eishockey-Ikone wurde 60 Jahre alt. Sein Sohn hat den leblosen Körper des Mannes entdeckt.

 Der ehemalige kanadische NHL-Stürmer Claude Lemieux ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Nur wenige Tage nach einem hochemotionalen Auftritt vor den Fans in Montreal wurde die Nachricht über sein plötzliches Ableben offiziell bestätigt. Wie das US-Promi-Portal TMZ in berichtet, soll die Ursache des Todes des Eishockey-Stars in einem Suizid liegen. Sein erwachsener Sohn fand den langjährigen Profi leblos in einem Lagerraum des familieneigenen Möbelunternehmens, nachdem die Familie wegen seiner ausgebliebenen Heimkehr besorgt gewesen war.

NHL-Boss Gary Bettman trauert: „Einer der größten Spieler für entscheidende Partien“

Die Nachricht löste in der gesamten National Hockey League tiefe Bestürzung aus. NHL-Commissioner Gary Bettman reagierte mit einem offiziellen Statement und würdigt die sportliche Lebensleistung des Verstorbenen. In der Erklärung fand der Liga-Chef berührende Abschiedsworte für den Ausnahmekönner und sprach der Familie – seiner Ehefrau Deborah sowie den vier gemeinsamen Kindern Brendan, Claudia, Michael und Christopher – sein tiefstes Beileid aus: „Die National Hockey League trauert um Claude Lemieux – einen vierfachen Stanley Cup Champion und einen der größten Spieler für die entscheidenden Partien in der Geschichte des Eishockeys. Lemieux begründete seinen Ruf als Postseason-Spezialist und gewann den Cup erstmals als Rookie im Jahr 1986, als er in den Playoffs für die Montreal Canadiens zehn Tore erzielte. 1995 gewann er die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler (MVP) der Playoffs, nachdem er in 20 Postseason-Spielen für die New Jersey Devils 13 Tore geschossen hatte. Zudem war er ein unverzichtbarer Bestandteil der Meisterteams in Colorado im Jahr 1996 sowie – nach seiner Rückkehr – erneut in New Jersey im Jahr 2000.“

Vom provokanten Rookie zum „König des Frühlings“: Eine geschichtsträchtige Karriere

Claude Lemieux, der beim NHL-Draft 1983 von den Montreal Canadiens ausgewählt worden war, blickte auf eine epische, 21 Saisons umfassende Karriere in der stärksten Eishockey-Liga der Welt zurück. Auf dem Eis war er gleichermaßen gefürchtet wie respektiert. Einerseits galt er als unerbittlicher, feuriger und bisweilen ruppiger Provokateur, was ihm im Laufe der Jahre stolze 1.777 Strafminuten einbrachte.

Andererseits mutierte er in den Playoffs regelmäßig zum ultimativen Matchwinner, was ihm den ehrfurchtsvollen Spitznamen „König des Frühlings“ einbrachte. Seine beeindruckenden Karriere-Statistiken in der Übersicht:

  • Reguläre Saison: In 1.215 Hauptrundenspielen für Montreal, New Jersey, Colorado, Phoenix, Dallas und San Jose erzielte er 786 Punkte (379 Tore, 407 Assists).
  • Playoff-Spezialist: Mit 234 absolvierten Postseason-Spielen belegt Lemieux den sechsten Platz der NHL-Historie.
  • Torriecher im Finale: Seine 80 Playoff-Tore bedeuten den neunten Rang auf der ewigen Bestenliste der Liga.
  • Entscheidungstreffer: Insgesamt 19 Mal erzielte er in den Playoffs das alles entscheidende Siegtor für sein Team.

Ein letzter Gänsehaut-Moment: Emotionaler Abschied im Bell Centre von Montreal

Besonders tragisch: Erst am vergangenen Montag hielt sich Lemieux in Montreal auf und erlebte einen hochemotionalen Abend. Anlässlich von Spiel 3 des Eastern Conference Finals zwischen den Montreal Canadiens und den Carolina Hurricanes betrat er vor den frenetischen Zuschauern im Bell Centre das Eis. Als Fackelträger hielt er die berühmte, lodernde Traditionsfackel der Canadiens hoch in die Luft und wurde vom Publikum wie ein wahrer Champion gefeiert. Es sollte sein letzter großer Auftritt vor den Augen der Öffentlichkeit gewesen sein.

Würdigung aus Österreich

Zum Tragischen Ableben von Lemieux fand Eishockey-Experte Thomas Muck gegenüber weekend.at emotionale Worte: "Man kann nicht in einen Menschen hineinschauen." Zu persönlichen Momenten mit der verstorbenen Eishockey-Ikone führt Muck weiters aus: "Zweimal habe ich ihn in meinem Leben getroffen, er war sehr höflich und zuvorkommend. Niemanden hat er von oben hinab behandelt." Er richtet einen dringenden Appell an alle die in persönlichen Krisen stecken: "Wenn jemand Hilfe braucht, soll er unbedingt zu seinen persönlichen Anlaufstellen gehen, es ist  kein Zeichen von Schwäche, im Gegenteil."

Hier bekommen Sie Hilfe

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

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