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Ein österreichischer Nordischer Kombinierer in rot-weißem Rennanzug läuft bei starkem Schneefall in der Loipe während des olympischen Teamsprints in Val di Fiemme.
Nordische Kombination Olympia: Lamparter und Rettenberger holen für Österreich Bronze – die 18. Medaille.
Nordische Kombination Olympia: Lamparter und Rettenberger holen für Österreich Bronze – die 18. Medaille.
APA-Images / EXPA / JFK

Nordische Kombination Olympia: Krimi-Finish für Österreich

19.02.2026 um 15:12, Anna Kirschbaum
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Olympia 2026 in Val di Fiemme: Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger gewinnen Bronze im Teamsprint der Nordischen Kombination nach einer Krimi-Aufholjagd.

Nordische Kombination bei Olympia bringt Bronze: Österreichs Nordische Kombinierer schreiben in Val di Fiemme ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger sichern sich im Teamsprint Bronze – trotz eines Sturzes in der entscheidenden Phase. Gold geht an Norwegen, Silber an Finnland. Für das ÖOC-Team ist es die 18. Medaille dieser Winterspiele, die Zielmarke von Peking 2022 ist damit bereits erreicht.

Nordische Kombination: Neues Format bei Olympia 2026

Der Teamsprint der Nordischen Kombination feiert in Norditalien seine Olympia-Premiere. Statt vier Athleten pro Nation treten nur zwei an, die einander zehn Mal über je 1,5 Kilometer abwechseln. Das Format erweist sich als kurzweilig und taktisch anspruchsvoll. Österreich startet mit 29 Sekunden Rückstand auf die führenden Deutschen in die Loipe. Bronze ist zu diesem Zeitpunkt nur acht Sekunden entfernt.

Österreich: Starke Aufholarbeit bei schwierigen Bedingungen

Die Bedingungen im Val di Fiemme sind herausfordernd. Neuschnee macht die Loipe tief und schwer, jede Bewegung kostet Kraft. Stefan Rettenegger beginnt das Rennen energisch, schließt rasch zu den vor ihm gestarteten Finnen und Japanern auf und übergibt nach der ersten Runde bereits als Dritter an Johannes Lamparter. Der Tiroler hält das Tempo hoch, während sich in der dritten Runde die fünf Topnationen – Norwegen, Finnland, Deutschland, Japan und Österreich – zu einer Verfolgergruppe zusammenschließen.

Taktieren, Stürze, Wendepunkte

In der drittletzten Runde wird das Rennen unruhig. Deutschlands Doppel-Olympiasieger Vinzenz Geiger stürzt in einer Kurve und reißt Japans Ryota Yamamoto mit. Österreich profitiert kurzzeitig, ehe wenig später auch Rettenegger in der tiefen Spur zu Boden geht. Der Salzburger verliert wertvolle Sekunden, steht jedoch sofort wieder auf und übergibt mit acht Sekunden Rückstand auf die Spitze an Lamparter. Die Goldchance ist dahin, der Kampf um Bronze aber weiter offen.

Nordische Kombination im Zielsprint entschieden

Lamparter mobilisiert auf der Schlussstrecke noch einmal alle Kräfte. An der Spitze liefern sich Norwegen und Finnland ein packendes Duell, das die Skandinavier im Zielsprint knapp für sich entscheiden. Österreich bringt den dritten Platz souverän ins Ziel.

Harte Schanzenbedingungen als Auftakt

Schon der Sprungbewerb auf der Großschanze von Predazzo stand zuvor unter schwierigen Vorzeichen. Dichtes Schneetreiben, drehender Wind und eine langsame Spur haben die Landungen massiv erschwert. Rettenegger landete bei 116 Metern und kämpfte mit der Anlaufgeschwindigkeit, während Lamparter mit einem Satz auf 124 Meter etwas aufholen konnte. Nach dem Springen lag Österreich auf Rang fünf.

Ein starkes Ende und eine starke Bilanz

Mit Bronze im Teamsprint erreicht das ÖOC-Team die angestrebte Medaillenanzahl von 18 noch vor dem Schlusstag der Winterspiele. Die bisherige Medaillen-Bilanz: fünfmal Gold, achtmal Silber, fünfmal Bronze. Johannes Lamparter ist der einzige österreichische Athlet mit drei Medaillen in Italien. Für Stefan Rettenegger ist es die erste Olympiamedaille seiner Karriere. Vier Jahre zuvor war Österreich im klassischen Teambewerb wegen Materialproblemen als Vierter leer ausgegangen.

Bronze: Lamparter und Rettenberger überglücklich

Johannes Lamparter sagt nach dem Rennen: „Ich bin total happy mit den drei Medaillen.“ Stefan Rettenegger ergänzt: „Klingt sehr cool, wenn man sagen kann, man ist Medaillist. Ich war unsterblich in der Loipe. Es hat sehr gut funktioniert. Ich bin nach dem Sturz aufgehupft und wie ein Hendl ohne Kopf weitergelaufen.“

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