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Johannes Lamparter jubelt bei Olympia 2026 über Silber in der Nordischen Kombination nach einem packenden Zielsprint.
Johannes Lamparter holt bei Olympia 2026 Silber in der Nordischen Kombination.
Johannes Lamparter holt bei Olympia 2026 Silber in der Nordischen Kombination.
APA-Images / AFP / JAVIER SORIANO

Olympia-Silber: Lamparter krönt Aufholjagd

11.02.2026 um 14:44, Yunus Emre Kurt
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Johannes Lamparter sorgt bei den Olympischen Winterspielen für Edelmetall. Der Tiroler kämpft sich in einem packenden Finish zu Silber.

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Johannes Lamparter sorgt bei den Olympischen Winterspielen 2026 für den nächsten rot-weiß-roten Medaillenmoment. Der 24-jährige Tiroler holt im ersten Bewerb der Nordischen Kombination Silber und das nach einem dramatischen Zielsprint.

Nur eine einzige Sekunde trennt ihn am Ende von Olympiasieger Jens Luraas Oftebro aus Norwegen. Bronze sichert sich der Finne Eero Hirvonen. Für Österreich ist es bereits die sechste Medaille bei diesen Spielen.

Aufholjagd in der Loipe

Nach dem Springen lag Lamparter noch auf Rang sechs. Eine solide Ausgangsposition, aber keineswegs eine Garantie für Edelmetall. Auf der 10-Kilometer-Loipe zeigte der Doppel-Weltmeister von 2021 jedoch seine ganze Klasse.

Meter für Meter arbeitete er sich nach vorne, hielt das Tempo der Spitzengruppe und mischte im Finale ganz vorne mit. Im letzten Anstieg wurde klar: Die Entscheidung fällt im Sprint. Gemeinsam mit Oftebro bog Lamparter auf die Zielgerade ein, ein echter Kombi-Krimi. Doch der Norweger hatte im letzten Moment die etwas größere Reserve. Silber für Lamparter, Gold für Norwegen.

Erste Olympia-Medaille

Für Lamparter ist es die erste olympische Medaille seiner Karriere. Ein Meilenstein für den Tiroler, der in den vergangenen Jahren bereits bei Weltmeisterschaften groß aufgezeigt hatte. Der 24-Jährige bestätigt damit auch auf der größten Bühne des Wintersports seine internationale Klasse. Nach dem Rennen überwog trotz des hauchdünn verpassten Goldes die Freude über den Erfolg.

Rettenegger-Brüder stark

Auch die weiteren Österreicher zeigten eine starke Leistung. Stefan Rettenegger hielt lange im Kampf um die Medaillen mit, musste im letzten Anstieg jedoch etwas abreißen lassen und belegte schließlich Rang vier. Sein Bruder Thomas Rettenegger, nach dem Springen noch Zweiter, fiel im Langlauf etwas zurück, sicherte sich aber mit Platz neun ebenfalls ein Top-Ten-Ergebnis.

Der Silber-Erfolg macht Lust auf mehr. In der Nordischen Kombination stehen noch weitere Bewerbe auf dem Programm und Lamparter hat gezeigt, dass er in absoluter Topform ist.

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