Rangnick nach Messi-Pleite: „Mehr verdient“
Inhalt
- Rangnick: „Da wäre mehr drin gewesen“
- Alaba: „Ich bin stolz auf die Mannschaft“
- Laimer: „Wir haben gemerkt, dass wir das Spiel tragen können“
- Schlager glaubt an den Aufstieg
- Messi: „Ein sehr schweres Spiel“
- Scaloni lobt Österreich
- Aufstieg weiter in eigener Hand
Österreich hat sich gegen Weltmeister Argentinien teuer verkauft, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Während Lionel Messi mit einem Doppelpack einmal mehr Geschichte schrieb, überwog im ÖFB-Lager nach dem Schlusspfiff der Stolz über die eigene Leistung.
Vor allem Teamchef Ralf Rangnick war überzeugt, dass gegen die Südamerikaner mehr möglich gewesen wäre.
Rangnick: „Da wäre mehr drin gewesen“
Der ÖFB-Teamchef zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Ja, da wäre mehr drin gewesen. Der Auftritt war, wie wir uns das vorgenommen haben. Mutig, couragiert.“ Rangnick sah seine Mannschaft phasenweise auf Augenhöhe mit dem Titelverteidiger und ärgerte sich über verpasste Chancen im Umschaltspiel.
Besonders eine Szene sorgte bei ihm für Unverständnis. „Es ist ärgerlich, dass der VAR nicht den Mut hatte wie beim Elfmeter, den Schiedsrichter rauszubitten. Es war ein klares Foul an Xaver Schlager.“
Trotzdem richtete der Deutsche den Blick sofort nach vorne: „Wir hätten mehr verdient als das 0:2. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten.“
Alaba: „Ich bin stolz auf die Mannschaft“
Auch Kapitän David Alaba zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. Der Abwehrchef lobte die Leistung seiner Teamkollegen und betonte, dass Österreich dem Weltmeister über weite Strecken Paroli geboten habe. „Ich bin wirklich sehr stolz auf unsere Mannschaft. Wir haben versucht, dagegenzuhalten und mit dem Ball mutig zu sein.“
Vor allem in der zweiten Halbzeit habe Österreich sein Spiel durchgebracht. „Wenn das Spiel 1:1 ausgeht, darf sich keiner aufregen.“ Besonders schmerzhaft sei das zweite Gegentor in der Nachspielzeit gewesen.
Laimer: „Wir haben gemerkt, dass wir das Spiel tragen können“
Konrad Laimer sah ebenfalls viele positive Aspekte. „Wir haben gemerkt, dass wir das Spiel tragen können. Am Ende fehlt vielleicht der letzte Pass, die letzte Idee.“ Gegen eine Mannschaft wie Argentinien müsse vieles perfekt laufen. „Wenn du so ein Spiel gewinnen willst, dann muss auch viel in deine Richtung laufen.“
Für Laimer steht nun das entscheidende Spiel gegen Algerien im Fokus: „Jetzt müssen wir gut regenerieren, damit wir im letzten Spiel den Aufstieg fixieren.“
Schlager glaubt an den Aufstieg
Torhüter Alexander Schlager hielt Österreich mit mehreren starken Paraden lange im Spiel und blickte trotz der Niederlage optimistisch voraus. „Im Großen und Ganzen haben wir eine sehr gute Partie gemacht.“
Besonders wichtig sei nun die Erkenntnis, dass man gegen einen der Turnierfavoriten mithalten konnte. „Wir haben es selber in der Hand. Wenn wir die Leistung von heute als Parameter nehmen, werden wir gegen Algerien punkten.“
Messi: „Ein sehr schweres Spiel“
Der Mann des Abends hieß einmal mehr Lionel Messi. Nach seinem verschossenen Elfmeter zu Beginn traf der Superstar zweimal und schoss Argentinien damit vorzeitig ins Sechzehntelfinale. „Es war ein schwieriges Spiel, sehr intensiv. Letztendlich sind wir froh, dass wir gewonnen haben.“ Auch seinen vergebenen Strafstoß sprach der Rekordtorschütze der WM offen an. „Den hätte ich auch reinbringen können. Aber am Ende zählt der Sieg der Mannschaft.“
Scaloni lobt Österreich
Argentiniens Teamchef Lionel Scaloni zollte dem ÖFB-Team großen Respekt. „Es war ein starker Gegner und ein kompliziertes Spiel.“ Vor allem die körperliche Präsenz der Österreicher habe seinem Team Probleme bereitet. „Österreich hat Spieler bei großen Vereinen und ist sehr fit.“
Aufstieg weiter in eigener Hand
Trotz der Niederlage bleibt Österreich in Gruppe J auf Achtelfinalkurs. Mit drei Punkten aus zwei Spielen hat die Rangnick-Elf weiterhin beste Chancen auf das Weiterkommen. Am Sonntag wartet gegen Algerien das entscheidende Gruppenspiel. Dort soll der Traum vom WM-Achtelfinale endgültig Realität werden.